Wichtige Änderung im Ticketverkauf am Hauptbahnhof

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Bahnpendler müssen sich umstellen: Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hat einen neuen Partner für den Fahrkarten-Verkauf. Und das wird vor allem am Dortmunder Hauptbahnhof spürbar.

Dortmund

, 16.09.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im DB-Reisezentrum im Hauptbahnhof werden die Kunden schon auf die Veränderungen eingestimmt. „Der VRR-Ticketverkauf im Reisezentrum endet am 14. Dezember“, verrät eine Laufschrift auf den Bildschirmen. Denn wie zuvor auf der Schiene, wo auf mehreren Regionalstrecken andere Bahnunternehmen den Betrieb übernommen haben, hat die Deutsche Bahn einen weiteren Wettbewerb verloren.

Grüne statt rote Automaten

Ab dem 15. Dezember dieses Jahres übernimmt die Transdev Vertrieb GmbH (Transdev) den Verkauf von Nahverkehrstickets an den Bahnhöfen und Bahn-Haltepunkten, teilte der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) mit.

Der neue Dienstleister habe sich im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung durchgesetzt. Der Vertrag laufe bis 31. Januar 2030 und schließe sich nahtlos an den aktuellen Kontrakt mit der Deutschen Bahn an.

Soll heißen: Fahrkarten für den Regionalverkehr bekommt man ab Mitte Dezember nicht mehr an den roten Fahrkarten-Automaten der Bahn oder im DB-Reisecenter, sondern an neuen Automaten und Verkaufsstellen von Transdev.

Extra Verkaufsstelle für VRR-Tickets

„Automaten und Vertriebsstellen werden nach Vorgaben des VRR überwiegend in grün und weiß gestaltet und damit als Verkaufsstätten für Verbundtickets kenntlich gemacht“, heißt es in der Mitteilung des VRR. Der erste Automat im neuen Design steht bereits im Hauptbahnhof und wartet auf den Einsatz.

Wichtige Änderung im Ticketverkauf am Hauptbahnhof

Der erste neue Automat für VRR-Tickets steht bereits (r.) im Hauptbahnhof. Links im Bild ein alter Automat der DB. © Oliver Volmerich

Eine Verkaufsstelle für VRR-Tickets, wie die Automaten im grün-weißen Design, ist ebenfalls im Hauptbahnhof geplant. Und das direkt neben dem DB-Reisecenter im Eingangsbereich des Bahnhofs - im Ladenlokal von Press&Books.

Neben einem Selbstbedienungsbereich werde es zwei Kundenschalter mit geschultem Personal geben, die Tickets und Abos verkaufen und die Kunden beraten, teilte Transdev auf Anfrage mit. Eine Besonderheit: Im Selbstbedienungsbereich des Kundencenters soll es auch zwei Video-Automaten für den Ticketverkauf und die Kundenberatung geben.

„Fahrgäste können sich per Video-Liveschaltung an einen Transdev-Kundenbetreuer wenden. Die Service-Mitarbeiter beraten nicht nur, sondern können den Automaten auch fernsteuern, um den Fahrgast direkt beim Ticketerwerb zu unterstützen“, heißt es zur Erläuterung.

Umbau von Ladenlokal

Der Umbau des Ladenlokals soll nach Auskunft von Transdev im Herbst beginnen. Ob das Press&Books-Angebot komplett ersetzt wird, ist unklar. Man könne aktuell noch keine verbindliche Aussage zu den Zukunftsplänen machen, heißt es auf Anfrage beim Betreiber von Press&Books, der BHG Bahnhofshandels-Vertriebs GmbH.

Verkaufsstellen für VRR-Tickets an anderen Bahnhöfen in Dortmund, etwa in Hörde, soll es nach Auskunft von Transdev nicht geben. Dort sind lediglich Ticketautomaten vorgesehen.

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