Sperrung statt Abkürzung: Der Weg am Messegelände in Richtung Stadion ist gesperrt. © Felix Guth
Westfalenhallen

Wichtiger Weg zum Stadion dicht: Verständnis hat fast niemand

Ein wichtiger Durchgangsweg an den Westfalenhallen ist gesperrt. Am ersten Tag der Sperrung sorgt das für großes Unverständnis – und manchmal auch für großen Ärger.

Es soll ein „Versuchsballon“ sein, der die Dortmunderinnen und Dortmunder möglicherweise auf einen Dauerzustand vorbereiten soll. Der Weg von der Fußgängerbrücke Lindemannstraße vorbei an den Messehallen zum Stadion ist gesperrt.

Der nicht-öffentliche Weg gehört den Westfalenhallen. Seit Monaten gibt es Uneinigkeit zwischen Westfalenhallen, Stadt Dortmund und lokaler Politik darüber, ob er begehbar bleiben soll.

Am Sonntag (24.10.) treffen bei bestem Ausflugswetter hunderte Menschen nach Überqueren der Brücke auf eine Barriere. Ein über zwei Meter hoher Absperrzaun signalisiert schon von Weitem, dass es hier nicht weitergeht.

Ein Sicherheitsmann steht seit dem frühen Morgen davor.

Spaziergänger, Fußballfans, Fahrradfahrer sind hier unterwegs

Beinahe im Minutentakt kommen hier Menschen an, die der Mann abweisen muss. Spaziergänger, Rennradfahrer und Familien sind unterwegs. Hinzu kommen etliche Menschen, die auf dem Weg zum Heimspiel der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund am frühen Sonntagnachmittag sind.

Einige von ihnen stoßen einfach nur einen kurzen Fluch aus, als sie sehen, dass hier tatsächlich kein Durchkommen mehr ist. Andere versuchen den kurzen Dialog mit dem Sicherheitsmann. Sie müssen trotzdem den Umweg nehmen.

Wegen Auf- und Abbauarbeiten in den Westfalenhallen seien auf dem Weg Lieferanten und Handwerker unterwegs und würden damit potenziell Fußgänger und Radfahrer gefährden, heißt es zur Begründung der kurzfristigen Sperrung.

Die meisten bleiben entspannt – aber es gibt auch intensivere Diskussionen

„Dann können sie noch etwas länger die Sonne genießen“, sagt der Security-Mitarbeiter freundlich zu einem Paar, das in Richtung Bolmke möchte. Er habe aber auch einige Diskussion mit relativ aufgebrachten Personen führen müssen.

Zwei Dortmunder Mitte 20 stehen derweil eher ungläubig vor dem gesperrten Durchgang. „Ich hätte nicht gedacht, dass die den wirklich dicht machen“, sagt ein BVB-Fan auf dem Weg. „Sehr schade“, findet das seine Begleiterin.

Alle akzeptieren den Umweg. Verständnis für die Sperrung äußert zumindest an diesem Nachmittag nahezu niemand.

Wie geht es bei den nächsten BVB-Heimspielen weiter?

Die Sperrung ist zunächst zeitlich begrenzt. Auf einem Hinweisschild steht der 29.10. (Freitag) als Enddatum. Vor Ort ist davon die Rede, dass es auch am 30.10. (Samstag) noch Einschränkungen geben könnte.

In diesen Zeitraum fallen zwei Heimspiele des „großen“ BVB: Im DFB-Pokal gegen Ingolstadt am Dienstag (26.10.) und in der Bundesliga gegen Köln (30.10.). Zehntausende werden dann das Umleitungsschild zum ersten Mal sehen. Die Diskussionen am Bauzaun dürften dann deutlich an Intensität zunehmen.

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Redaktion Dortmund
Seit 2010 Redakteur in Dortmund, davor im Sport- und Nachrichtengeschäft im gesamten Ruhrgebiet aktiv, Studienabschluss an der Ruhr-Universität Bochum. Ohne Ressortgrenzen immer auf der Suche nach den großen und kleinen Dingen, die Dortmund zu der Stadt machen, die sie ist.
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Felix Guth