Bekannter Alleinunterhalter aus Scharnhorst macht jetzt etwas ganz anderes

rnFrank Schönlau

Frank Schönlau hat ganzen Generationen von Dortmundern mit seiner Musik schöne Stunden beschert. Das soll nun ein Ende haben. Er widmet sich künftig einem ganz anderen Metier.

Scharnhorst

, 05.11.2020, 15:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Viele Dortmunder kennen Frank Schönlau, weil er ihnen die Hochzeit, die Weihnachtsfeier, das Sommerfest oder den Karneval mit der richtigen Musik versüßt hat. Das hat nun ein Ende. Der 56-Jährige sagt: „Nach 50 Jahren Jahren Musik muss auch mal Schluss sein.“ Denn tatsächlich habe er schon als Sechsjähriger beim Akkordeonorchester Dortmund-Scharnhorst auf der Bühne gestanden, das seine Mutter damals leitete.

Sicher, 56 sei eigentlich noch kein Alter, um aufzuhören, aber er habe einfach Angst, dass die Feiernden von heute irgendwann mit seiner Art von Musik nichts mehr anfangen können. Seine Art, das sind die Schlager, der Pop und der Rock aus den 70er, 80er und 90er-Jahren. Er finde einfach keinen Draht mehr zu den Top 10 der heutigen Charts. Die Corona-Pandemie, wegen der er ohnehin keine Auftritte mehr habe, habe ihn in dieser Entscheidung bestärkt.

Ein Foto aus ganz alten Zeiten: die Bluebirds mit (v.l.) Frank Schönlau, Klaus Behnke, Thorsten Müller und Bernd Köppeler

Ein Foto aus ganz alten Zeiten: die Bluebirds mit (v.l.) Frank Schönlau, Klaus Behnke, Thorsten Müller und Bernd Köppeler. © privat

Finanziell sei er auf dieses Zubrot nicht angewiesen, schließlich sei er als Leiter im Qualitätsmanagement der Schwerter Firma Hundhausen fest angestellt.

Natürlich verbindet er mit seiner Musik-Karriere viele tolle Erinnerungen. Am schönsten sei vielleicht die Zeit mit dem SPD-Politiker Bodo Champignon gewesen, bevor der 1980 in den Düsseldorfer Landtag einzog. Schönlau: „Wir sind mit Bodos Bürgerbus, einem Kirmeswagen, durch die Stadtteile gefahren und haben mit viel Musik Werbung für ihn gemacht. Unsere Band, die Bluebirds, hinten auf dem Wagen. Ich habe Schlagzeug gespielt. Das war eine tolle Zeit.“

„Happy Music Team“ sorgte bei Feiern für die Mucke

Später hat Schönlau unter dem Namen „Happy Music Team“ ein Kleingewerbe angemeldet. Bei den Feiern, zu denen er gebucht wurde, waren oft der Sänger Micha Badura, Tänzerinnen der Ballettschule Bargelé und später auch seine Tochter Vanessa am Akkordeon dabei, während Frank Schönlau selbst Keyboard spielte. Bei viele Awo-Feiern gehörten „Spanish Eyes“ oder „Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt“ zu seinem Repertoire.

Frank Schönlau hat in Corona-Zeiten eine Anhängervermietung als Hobbyprojekt und Nebenverdienst gegründet

Frank Schönlau hat in Corona-Zeiten eine Anhängervermietung als Hobbyprojekt und Nebenverdienst gegründet. © Andreas Schröter

Und doch: So ganz will Frank Schönlau, der sich über die tatkräftige Unterstützung seiner Lebenspartnerin Anja Jürgens freut, neben seinem Hauptberuf auch jetzt noch nicht die Füße hochlegen. Und so hat er noch nebenbei eine kleine Anhänger-Vermietung gegründet. 15 Euro (und 50 Euro Kaution) kostet bei ihm ein Anhänger pro Tag - zum Beispiel zum Ausmisten eines Kellers, für einen kleinen Umzug oder um ein Motorrad zu transportieren.

Er möge einfach den Kontakt zu Menschen, sagt er als Begründung dafür. Sechs Anhänger hat er inzwischen, die an ganz unterschiedlichen Stellen im Stadtbezirk Scharnhorst stehen - einer sogar bei seinen Eltern Marlene und Gerhard Schönlau im Vorgarten in Alt-Scharnhorst. Kontakt: Tel. 0176-23171980.

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