Wie der Name „Scharnhorst“ die Menschen zusammenbringt

rnEine Begegnung

Eine Arbeit über den General Gerhard von Scharnhorst brachte jetzt zwei Menschen aus Dortmund und den USA zusammen. Ein Gemälde hatte daran seinen Anteil.

Scharnhorst

, 24.11.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bruni Braun, die bekannte Scharnhorster Malerin, hat neulich Besuch aus den USA bekommen - ein Besuch, der unmittelbar mit dem Namen „Scharnhorst“ in Verbindung steht. Und das kam so:

Im vorigen Jahr hatte Bruni Braun eine E-Mail von Dr. Dianna Ditoro erhalten, einer Soldatin im Rang eines Oberstleutnants, die im Dienst der US Marines steht. Sie besuchte damals die Generalstabsakademie und war mit der Aufgabe betraut worden, über den General Gerhard von Scharnhorst zu schreiben. Bekanntlich ist der General, der von 1755 bis 1813 lebte, der Namensgeber der Zeche Scharnhorst, nach der wiederum der heutige Stadtbezirk benannt ist.

Recherchen führten zum Scharnhorst-Triptychon

Die Recherchen der Amerikanerin führten sie zum Scharnhorst-Triptychon der Künstlerin, das im Trauzimmer der Bezirksverwaltung Scharnhorst hängt. In ihrer Mail an Bruni Braun bat Dr. Ditoro darum, ihr vom Hintergrund dieses Gemäldes zu erzählen. Das tat Bruni Braun gern. Einige Monate später mailte Dr. Ditoro voller Freude, dass ihre Arbeit sehr gut angekommen sei.

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Nun fügt es sich, dass Oberstleutnant Ditoro für mindestens zwei Jahre auf der Militärbasis Sindelfingen tätig sein wird. Die beiden Frauen nutzten die Gelegenheit für ein persönliches Treffen. Dianna Ditoro kam mit dem Zug aus Köln, weil ihr neujähriger Sohn Andrew sich einen Besuch im dortigen Schokoladenmuseum gewünscht hatte.

Limitierte Briefmarke mit Scharnhorst-Porträt

Bruni Braun überreichte den beiden Gästen als Geschenk ein Exemplar einer limitierten Briefmarke und für den Sohn einen Sticker - beide mit einem Bild vom General versehen. Bruni Braun selbst hat diese Objekte anlässlich des 250. Geburtstags des Generals im Jahr 2005 designt. Sie sagt: „Der General hat uns zusammengeführt und uns eine Begegnung geschenkt, als seien wir schon seit Ewigkeiten befreundet.“

Wie der Name „Scharnhorst“ die Menschen zusammenbringt

So sieht Bruni Brauns Triptychon aus, das im Trauzimmer der Bezirksverwaltungsstelle Scharnhorst hängt. © Archiv

Dianna Ditoro sagte, dass jener Bildteil des Triptychons sie besonders berühre, in dem der General zu Pferd als transparenter Reiter von seiner Grabstätte aus davonreite, symbolisierend, dass sein Werk sich auch nach seinem Tod weiter verbreite. Das erinnere sie an ihren Mann, der als hoher Offizier bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen sei, als ihr gemeinsamer Sohn Andrew erst zwei Jahre alt war.

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Interesse am bunten „Scharnhorn“

Der habe sich im Hause von Bruni Braun besonders für Bruni Brauns buntes „Scharnhorn“ interessiert - also für jenes Nashorn, das für den Stadtbezirk steht und auf seinem Rücken ein Nest mit sieben kleinen Nashörnern trägt, für jeden Ortsteil eines.

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