Wie der VdK bei Behörden die Rechte seiner Mitglieder durchboxt

Sozialverband

Seit 70 Jahren setzt der Sozialverband VdK bei Behörden die Rechte seiner Mitglieder durch. Im Video erklären zwei Experten die Arbeit in dem Verband, dessen Mitgliederzahl wächst.

Dortmund

, 12.02.2019, 04:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wie der VdK bei Behörden die Rechte seiner Mitglieder durchboxt

Christina Voss, Katharina Kastner und Elahe Jafari Neshat vom Sozialverband VdK in Dortmund: Sie boxen bei Behörden wichtige Bürgerrechte durch. © Peter Bandermann

Friedhelm Hendler aus Dortmund ist 81 Jahre alt und einer von 14 Vorsitzenden, die in der Stadt einen Ortsverband des Sozialverband VdK führen. In den vergangenen Jahren hat er für den Dortmunder Kreisverband 500 neue Mitglieder geworben. In Dortmund zählt der VdK 9000 Mitglieder. In NRW 350.000.

Bundesweit sind es 1,9 Millionen Mitglieder. „Wir haben mehr Mitglieder als alle politischen Parteien zusammen“, sagt Friedhelm Hendler stolz über die Zahlen.

„Der Sozialverband hilft den Schwachen“

VdK-Mitglieder erhalten nicht nur Ehrenurkunden und ein Foto im Lokalteil der Zeitung, wenn sie seit 10, 25 oder 50 Jahren dabei sind. Sie unternehmen nicht nur Ausflüge und absolvieren nicht nur das „Gehirntraining“ im Wilhelm-Hansmann-Haus an der Märkischen Straße in der Dortmunder Innenstadt, wo Hendler einmal im Monat donnerstags um 15 Uhr die Türen aufschließt.

Wenn es darauf ankommt, boxt der Sozialverband in Behörden die Rechte seiner Mitglieder durch. Dafür sind dann die Juristen im Einsatz. „Wir helfen Schwachen. Kürzer kann man das nicht formulieren“, sagt Friedhelm Hendler über den „Ernstfall“, wenn einfache Bürger mit Formularen nicht mehr klar kommen, vor komplizierten Gesetzestexten kapitulieren oder ihre Ansprüche nicht kennen.

Wissen, Widerspruch und Klage

In diesen Fällen sitzen die Mitglieder zum Beispiel an den Schreibtischen der VdK-Spezialistinnen Christina Voss, Katharina Kastner und Elahe Jafari Neshat. Sie kennen sich aus mit den Gesetzestexten und wissen, worauf es bei Anträgen, Widersprüchen oder Klagen ankommt.

Was die Arbeit beim VdK ausmacht, wie er Lobbyarbeit versteht und mit wem der Verband streiten muss, erklären Friedhelm Hendler vom Ortsverband Dortmund-Süd und der Landesgeschäftsführer Thomas Zander in diesem Video:

Video
Der Sozialverband ist Anwalt der Bürger

Die 14 Ortsverbände verteilen sich auf diese Dortmunder Stadtteile:

  • Innenstadt Dortmund-Süd
  • Innenstadt Dortmund-Ost
  • Derne
  • Eving
  • Scharnhorst
  • Brackel
  • Wickede
  • Aplerbeck
  • Hörde
  • Hacheney
  • Hombruch
  • Dorstfeld
  • Marten
  • Mengede
Schlagworte:
Lesen Sie jetzt