Wie die Stadtplaner die Westfalenhütte anbinden möchten

Planungen starten

Ab Mitte Oktober rollt eine neue Buslinie über die Westfalenhütte, um eine Anbindung des neuen Logistikzentrums mit Amazon- und Decathlon-Lager an den Borsigplatz zu schaffen. Doch die Stadtplaner denken schon weit darüber hinaus. Wir stellen die aktuellen Pläne vor.

DORTMUND

, 31.08.2017, 01:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wie die Stadtplaner die Westfalenhütte anbinden möchten

Das Gelände der ehemaligen Westfalenhütte.

Bislang endet die Stadtbahn-Linie U44 vor dem Werkstor der Westfalenhütte an der Oesterholzstraße. In Zukunft soll sie bis zur Warmbreitbandstraße und zum Garbe-Logistikpark im Südosten des Areals weiterfahren.

Voraussetzung ist der Bau einer neuen öffentlichen Straße parallel zur bestehenden Springorumstraße, die zu einer reinen Werksstraße auf dem abgezäunten Gelände von Thyssen Krupp Steel (TKS) werden soll. Diese neue Westfalenhüttenallee soll dann auch Platz für eine Stadtbahn-Trasse bieten. Zwei neue Haltestellen sollen bis zum neuen Endpunkt entstehen. 

 

 

Bau ab 2023

Die Planung reicht von einer Variantenuntersuchung für die Streckenplanung bis zum Planfeststellungsverfahren und könnte sich so bis 2023 hinziehen. Von 2023 bis 2026 soll dann gebaut werden – vorausgesetzt, in Sachen Genehmigung und Finanzierung läuft alles glatt. Immerhin: Die Kosten für die Stadtbahn-Verlängerung werden grob auf 35 Millionen Euro geschätzt, dazu kommen Planungskosten von etwa 3,4 Millionen Euro.

Ganz neu sind die Überlegungen nicht: Eine Verlängerung der Stadtbahnlinie U44 gehörte schon zu den strategischen Maßnahmen des Stadtbahn-Entwicklungskonzepts von 2008. Und es gibt ein geschichtliches Vorbild: Bis 1984 fuhr die damalige Straßenbahn-Linie 404 bis auf das Gelände der Westfalenhütte, die damals zu Hoesch gehörte. Ende September soll der Rat den Planungsbeschluss fassen.

Zwei neue Brücken

Weitsicht zeigen die Planer auch bei einem anderen Vorhaben: Sie wollen schon jetzt die Planungsleistungen für zwei Brücken für die Strecke der „Nordspange“, der künftigen Hoeschallee, vergeben, die von der Brackeler Straße bis zur Bornstraße über das Westfalenhütten-Gelände führen soll. Eine Brücke dient als Verbindung der dann zwei Teile des TKS-Geländes, eine zweite führt über die Bahnstrecke und schließt an die Hildastraße an. 

Der Grund für die frühzeitige Planung: Schon mit Beschluss des Bebauungsplans für die Nordspange im Herbst 2018 will man in der Lage sein, Förderanträge für den Straßenneubau zu stellen. Die Kosten für die Planung der zwei Brücken werden auf 1,6 Millionen Euro beziffert.

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