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Wie ein Asselner versucht, eine siebenköpfige Band zu promoten

rnSerie „Auf ein Eis mit ...“

Der Asselner Hans Haack (65) hat ein neues Hobby. Er versucht, der Band „Hemingway‘s Whiskey“ Auftrittsmöglichkeiten zu verschaffen. Das entpuppt sich als nicht immer ganz einfach.

Asseln

, 22.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Der Asselner Hans Haack (65) versucht derzeit, Auftrittsmöglichkeiten für die siebenköpfige Band „Hemingway‘s Whiskey“ zu finden. In einer abgespeckten Dreierformation spielen die Musiker am Freitag (24.5.), 20 Uhr, in einer Hommage an Bob Dylan zu dessen 78. Geburtstag im Café Alt-Wien an der Oesterstraße 68. Wir haben mit Hans Haack ein Eis gegessen.

Hallo Herr Haack, wie sind Sie an die Band gekommen?

Rudi Mika, der dort mitmacht, ist ein alter Freund von mir. Ich kenne ihn schon seit 40 Jahren. Der ist ja relativ bekannt, hat schon bei „Störenfried“ gespielt und ist mit dem Liedermacher Fred Ape aufgetreten. Auch sonst spielen bei „Hemingway‘s Whiskey“ nur Profi-Musiker mit. George Major zum Beispiel, der auch an der Musikschule Dortmund unterrichtet. Einige sind Musiklehrer.

Und, sind Ihre Bemühungen, Auftrittsmöglichkeiten zu finden, erfolgreich?

Es ist schwierig, weil viele Bühnen für eine so große Band zu klein sind. Und das ist schade, weil die Musiker verdammt gut sind. Sie spielen vor allem Cover-Versionen von alten Rocksongs, haben aber auch eigene Songs im Repertoire. Immerhin haben sie in diesem Jahr den Musiksommer im Fredenbaumpark eröffnet.

Erfolgreich?

Ja, durchaus - obwohl das Wetter schlecht war. Aber trotzdem waren viele Zuhörer da.

Wie ein Asselner versucht, eine siebenköpfige Band zu promoten

George Major, Georg Grewe und Rudi Mika (v.l.) von Hemingway's Whiskey treten am Freitag im Café Alt-Wien an der Oesterstraße auf. © privat

Machen Sie das professionell – Bands promoten?

Nein, „Hemingway‘s Whiskey“ ist die erste Band, für die ich das mache. Und natürlich nur hobbymäßig. Bis vor meinem Eintritt in den Ruhestand vor zwei Jahren habe ich als Krankenpfleger in der Anästhesie der Städtischen Kliniken gearbeitet. Das heißt, ich habe neulich auch einer Schülerband hier aus der Nachbarschaft einen Auftritt bei Aplerbackstage in der Gartenanlage Einigkeit in Neuasseln verschafft. „The Nacers“ heißen die. Keine Ahnung, was das genau bedeutet.

Machen Sie auch selbst Musik?

Ja, ich spiele Gitarre in der Band „Pickin‘ in the Garden“. Die heißt so, weil wir versuchen, jedes Jahr eine Session in meinem Garten zu machen. Im vorigen Jahr haben wir das allerdings nicht geschafft. Ich hoffe, dass es diesmal wieder klappt. Wir proben alle 14 Tage im Keller eines der Mitglieder in Husen.

Sie wohnen in Asseln. Gerne?

Ja, ich bin in Asseln aufgewachsen und immer hier verwurzelt gewesen. Das ist hier ein Paradies. Es gibt hier gute Fahrradwege, Wald, Feld und Wiesen. Und die Verkehrsanbindung in die Stadt ist hervorragend. Außerdem treffe ich dauernd Bekannte, wenn ich durch Asseln laufe. Zwischenzeitlich habe ich mal in Scharnhorst gewohnt, bin aber weiter hier zum Friseur gegangen und so. Mein Sohn hat am Hellweg eine Tankstelle, und auch meine Tochter wohnt hier. Sie hat uns neulich das fünfte Enkelkind geschenkt. Auch mein Fußballverein ist hier: TuRa Asseln.

Aha, die hatten ja Schwierigkeiten, einen neue Vorstand zu finden. Waren Sie da auch beteiligt?

Ja, ich war im Beirat, aber jetzt war es an der Zeit, das in jüngere Hände zu geben. Und gottseidank haben wir ja ein paar Jüngere gefunden, die mitmachen. Jetzt kümmere ich mich noch ein wenig um die Öffentlichkeitsarbeit. Mit Pickin‘ in the Garden haben wir auch schon mal bei TuRa Asseln gespielt. Beim Abschied vom Aschenplatz.

Was steht als Nächstes an?

Der Evangelische Kirchentag. Ich bin Quartiersmeister in der Hellweg-Grundschule. Da könnten 150 bis 200 Übernachtungsgäste kommen. Susan Reckermann von der Evangelischen Gemeinde hat mich gefragt, ob ich das mache.

Was müssen Sie da machen?

Ich muss mich mit anderen Helfern zum Beispiel ums Frühstück kümmern und allgemein mit Rat und Tat zur Seite stehen.

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