Wie geht es mit dem Karstadt-Technik-Haus weiter?

Immobilie soll verkauft werden

2017 soll das Jahr sein, in dem das frühere Karstadt-Technik-Haus an der Kampstraße endlich eine neue Perspektive erhält. Die riesige Immobilie steht seit beinahe einem Jahr komplett leer. Vorher gaben sich jahrelang Billighändler die Klinke in die Hand. Wir haben nachgehört, was die Gespräche zum Verkauf der Immobilie machen.

DORTMUND

, 30.01.2017 / Lesedauer: 2 min
Wie geht es mit dem Karstadt-Technik-Haus weiter?

eit Jahren wartet Schuhhändler Serafino Straface darauf, dass das frühere Karstadt-Technik-Haus direkt gegenüber wiederbelebt wird. Doch immer wieder wurde die Hoffnung darauf zerstört.

Auf dem Papier ist die Fondsgesellschaft Dawnay Day Treveria Five B.V. noch dessen Eigentümerin. Ein Makler soll es verkaufen. Ein Sprecher des bislang mit der Verwaltung der Immobilie beauftragten Hamburger Unternehmen Atos Asset Management sagte am Montag, es gebe „keinen neuen Stand“: Die Gespräche mit potenziellen Käufern liefen noch.

Wie sehr die unendliche Geschichte des früheren Karstadt-Hauses den Händlern in der Umgebung zusetzt, lässt sich am Beispiel von Serafino Straface studieren. Er betreibt vis-à-vis im dritten Jahr ein Schuhgeschäft. Anfang habe er angenommen, „zwei, drei Jahre“ durchhalten zu müssen, „dann entwickelt sich hier etwas Neues“. Mit dem Boulevard Kampstraße. Und durch die Wiederbelebung der riesigen Immobilie.

"Wir sind hier der Hinterhof der Innenstadt"

Mehrfach hieß es, dass es endlich einen Käufer gebe – „und jedes Mal wurde die Hoffnung zerstört“, sagt Straface. Er hat Zeit, zu erzählen – so viele Kunden kommen nicht vorbei. Denn das Teilstück der Kampstraße vor seinem Laden sei „abgeschnitten“ von allem, übrigens auch zur Zeit des Weihnachtsmarktes. „Wir sind hier der Hinterhof der Innenstadt“, sagt Straface. Er beklagt auch die Informationspolitik in Sachen Karstadt-Haus. Wenn er wüsste, wann sich dort etwas tut, könnte er planen. Ohne Informationen „kann man keine Pläne machen“.

Vor mehreren Wochen hat Straface in seinem Geschäft den Ausverkauf gestartet, wollte eigentlich nach Weihnachten schließen. Jetzt harre er noch einmal bis Ende März aus, ob es etwas Neues zum Karstadt-Haus gibt: „Innerlich hoffe ich noch immer und glaube daran.“ Denn sobald ein Käufer mit dem Umbau der Immobilie beginnen würde, glaubt Straface, gäbe es dort neugierige Kunden und neue Frequenz.

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