Wie oft muss die Stadt Dortmund gegen selbst gemachte Parkverbotsschilder einschreiten?

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Ein Pizzabäcker hatte wegen der Parkplatznot im Kaiserstraßenviertel den Teil eines Parkstreifens zum Privatparkplatz erklärt. Kommt so etwas in Dortmund häufiger vor? Wir haben nachgefragt.

Dortmund

, 20.10.2019, 04:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Vorgehen eines Pizzabäckers an der Kronprinzenstraße hatte unter den Anwohnern für Aufsehen gesorgt: Weil sich sonst die Warenanlieferung schwierig gestaltet, hat er den Teil eines öffentlichen Parkstreifens vor seiner Ladeluke kurzerhand mit einem Schild zum Privatparkplatz erklärt – in dem Glauben, dass die städtische Wohnungsgesellschaft Dogewo als seine Vermieterin das mit der Stadt geregelt habe, beteuerte er. Er musste da etwas falsch verstanden haben.

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Inzwischen ist das Parkverbotsschild entfernt. Doch Kommentare auf Facebook nach der Veröffentlichung dieser Geschichte lassen vermuten, dass noch mehr Dortmunder die Idee hatten, öffentliche Fläche als Privatparkplatz auszuschildern.

Nur sehr selten muss Stadt tätig werden

Wenn das so sein sollte, kann die Stadt das allerdings nicht bestätigen. So etwas komme nur sehr selten vor, berichtet Stadtsprecher Christian Schön. Die Stadt erfahre davon, wenn sich ein Beschwerdeführer bei ihr melde. „Das ist in den letzten fünf Jahren drei bis vier Mal passiert“, so Schön.

Die Stadt habe diese Ordnungswidrigkeit in keinem der Fälle ahnden müssen, weil alle die Schilder nach Aufforderung sofort wieder entfernt hätten.

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