Corona-Schutzimpfung

Wie viele Schüler aus Dortmund sind schon gegen Corona geimpft?

Beim Kinderarzt, im Impfzentrum, bei speziellen Aktionen – überall können sich auch Unter-18-Jährige gegen Corona impfen lassen. Doch wie viele nutzten das bisher? Das kann man ausrechnen.

Die Empfehlung kam vor drei Wochen. Hatte die Stiko bis dahin erklärt, noch gebe es nicht genügend Daten, um eine Impfung von 12- bis 15-Jährigen zu befürworten, änderte sich das am 16. August.

Zwar hatte das Corona-Vakzin von Biontech vorher schon eine Zulassung für Menschen ab 12 Jahren. Doch die meisten Eltern warteten ab, wie sich die Stiko entscheiden würde.

Westfalen liegt unter dem NRW-Schnitt

NRW-weit sind seitdem 4 von 10 Kindern und Jugendliche von 12 und 15 Jahren geimpft worden, zumindest einmal. Auf Anfrage nannte die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) am Freitag nicht nur diese Zahl, sondern auch weitere.

In Westfalen und Lippe liege der Anteil der geimpften Jugendlichen momentan etwas niedriger: bei 36,6 Prozent. Wobei es da immense regionale Unterschiede gebe.

Große Unterschiede für Münster und Dortmund

In Münster beispielsweise habe mehr als jeder zweite 12-bis-15-Jährige bereits Biontech bekommen. Bei rund 53 Prozent liege man dort, so die KVWL. Ganz anders in Dortmund.

Hier betrage die Quote nur 29,5 Prozent. Umgerechnet ist das also nicht einmal jeder Dritte. Wobei: Überall könnten die Zahlen ein bisschen höher liegen, muss die KVWL direkt dazu sagen.

Denn es gebe eine „Meldeungenauigkeit“: Bei der KVWL laufen nur die Zahlen auf für all das, was in Impfzentren und in den Praxen von Kassenärzten geschieht. Betriebs- und Privatärzte sowie Kliniken melden ihre Impfungen auf direktem Weg ans Robert-Koch-Institut.

Eine Impfung beim Betriebs-, Privatarzt oder in der Klinik dürfte aber eine Ausnahme sein, sodass man mit den 29,5 Prozent für Dortmund grob weiterrechnen kann.

24.000 Schüler im impffähigen Alter

Damit ist die Quote etwas höher als die, von der man bei der Stadt ausgeht. „Etwa 25 Prozent“ der Altersgruppe seien wohl schon geimpft, schätzte Schuldezernentin Daniela Schneckenburger am Dienstag in einer Pressekonferenz. Grob klar ist auch, wie hoch die Gesamtzahl der Schüler ist, um die es geht.

„24.000 Schüler im impffähigen Alter“ gebe es in Dortmund, so Schneckenburger. Wobei sie präzisierte, damit seien „die Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 aufwärts“ gemeint.

Auch wenn da wieder eine Ungenauigkeit ist – nicht alle Siebtklässler sind bereits 12 Jahre alt – weiterrechnen kann man trotzdem.

Wie viele sind denn nun schon geimpft?

So dürften circa 7000 Schüler ab 12 Jahren aufwärts schon mindestens einmal geimpft sein, knapp 17.000 noch nicht. Zur Aktion der Stadt, bei der Schüler mit Bussen zum Impfzentrum auf Phoenix-West gefahren werden, gibt es rund 1000 Anmeldungen. Macht 8000 Geimpfte, 16.000 Ungeimpfte.

Wie viele vollständig geimpft sind? Da liefert die KVWL nur eine Zahl für ganz Westfalen: 26,2 Prozent. Allerdings dürfte in Quote in Dortmund niedriger liegen, wenn es sich ebenso verhält wie bei den Erstimpfungen. Ganz vorsichtig geschätzt wären das dann 5000 bis 6000 der 24.000 Schüler.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jahrgang 1977 - wie Punkrock. Gebürtiger Sauerländer. Geborener Dortmunder. Unterm Strich also Westfale.
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Björn Althoff