Wieder Ärger mit der Raserszene an Phoenix-See und Wallring

Mehr als 450 Platzverweise

Am Pfingstwochenende haben nächtliche Treffen der Tuner- und Raserszene am Phoenix-See und am Wallring in der Dortmunder Innenstadt für Polizeieinsätze und Platzverweise gesorgt.

Dortmund

, 01.06.2020, 16:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Polizeibeamter untersucht bei einer Großkontrolle am Wall ein getuntes Auto.

Ein Polizeibeamter untersucht bei einer Großkontrolle am Wall ein getuntes Auto. © Peter Bandermann (Archiv)

Je wärmer es wird, desto aktiver wird wieder die Raserszene. In den vergangenen drei Nächten (29. Mai bis 1. Juni) haben Ansammlungen von Fahrzeugen und Fahrern am Phoenix-See in Hörde und in der Innenstadt am Wallring die Polizei auf den Plan gerufen. .

Sommerwetter zieht Raser an

Mit Beginn des frühsommerlichen Wetters stellte die Polizei bereits seit einigen Monaten einen Zuwachs an Personen und Fahrzeugen im Bereich des Phönix-Sees und am Wallring fest. In den vergangenen Wochen hatten sich auch immer wieder Anrufer bei der Polizei gemeldet, um Lärmbelästigungen durch Menschen und Autos anzuzeigen.

So auch in den vergangenen Nächten. Am Samstag (30. Mai) kontrollierte die Polizei insgesamt 102 Menschen mit 63 Fahrzeugen und erteilte zahlreiche Platzverweise für den Phönix-See, um die Nachtruhe für die Anwohner wieder herzustellen. Dabei fiel nach Mitteilung der Polizei erneut auf, dass dreiviertel aller kontrollierten Autos und Personen nicht aus Dortmund, sondern aus umliegenden Städten stammten.

Um eine erneute Ansammlung in der Innenstadt zu verhindern, sprach die Polizei direkt Platzverweise für den gesamten Wallbereich und angrenzende Fahrbahnen aus.

Szenetypische Versammlungsorte

In der Nacht zu Sonntag (31. Mai) erteilte die Polizei am Phoenix-See rund 80 Personen Platzverweise . Im Bereich des Wallrings fand sich dann ab Mitternacht szenetypisches Klientel in der sogenannten „Boxengasse“ - der äußeren Parallelfahrbahn des Ostwalls - ein. Auch dort sprach die Polizei weitere Platzverweise aus und erteilte mehrere Verwarngelder.

Die Szene traf sich auch in der Nacht zu Montag (1. Juni) wieder in der Innenstadt und am Phoenix-See. Im Bereich der Nebenfahrbahn am Ostwall sowie auf dem Parkplatz Brüderweg/Schwanenwall erteilte die Polizei in der Nacht rund 40 Platzverweise.

300 Fahrzeuge der „Poser“-Szene verursachen Verkehrschaos

Auf dem Wall befanden sich in der Spitze bis zu 300 Fahrzeuge, die laut Polizei der sogenannten „Poser“-Szene zuzuordnen sind. Im Rahmen einer Kontrollstelle am Ostwall sprach die Polizei weitere 180 Platzverweise aus.

Durch die Maßnahmen kam es auf dem Ostwall zu einem erheblichen Verkehrschaos. Die Maßnahmen wurden teilweise durch Hupkonzerte auf dem Innenring „begleitet“.

Eine weite Folge: Die Szene verlagerte sich offensichtlich zur Phönixseestraße. Die dort eingesetzten Polizeibeamten erteilten 50 weitere Platzverweise, unterbanden den Zulauf und stellten so die Nachtruhe wieder her.

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