Kurz nach Beginn der Corona-Pandemie verhängte die Stadt Dortmund eine Maskenpflicht für die Innenstadt. © Wilco Ruhland
Neue Corona-Regel

Wieder Maskenpflicht in Dortmunds City: So reagieren Händler und Schausteller

In Teilen von Dortmunds City, auf Weihnachtsmarkt und Wochenmärkten gilt ab Donnerstag wieder eine Maskenpflicht. Wie finden das Händler, Marktbeschicker und Schausteller? Wir haben nachgefragt.

Mindestens eine medizinische Maske ist ab Donnerstag (25.11.) in Teilen der Dortmunder City Pflicht. Das hat die Stadt am Mittwochvormittag bekannt gegeben. Die Maskenpflicht diene dazu, der aktuellen Verbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken.

Die Maskenpflicht gilt täglich von 9 bis 20 Uhr in den Fußgängerzonen Westenhellweg und Ostenhellweg sowie zu den jeweiligen Öffnungszeiten auch auf dem Weihnachtsmarkt und den Wochenmärkten.

Der Vorsitzende des Cityrings, Tobias Heitmann, zeigt Verständnis für die neue Regel: „Diese Entscheidung war wohl angesichts der Infektionslage unausweichlich“, sagt der Chef der Interessenvertretung der Dortmunder Innenstadt-Kaufleute.

„Ich halte sie auch für richtig und zumutbar. Gerade mit Blick auf den Black Friday ist es wichtig, dass die Geschäfte auf jeden Fall geöffnet bleiben. Die Händler können mit der Entscheidung für eine Maskenpflicht leben.“

Tobias Heitmann, Vorsitzender des City-Rings: Maskenpflicht ist „richtig und zumutbar“. © Stephan Schütze © Stephan Schütze

Tobias Heitmann hofft inständig, dass sich die Situation des vergangenen Jahres nicht wiederholt. „Es darf auf keinen Fall vor Weihnachten wieder zu einem Lockdown kommen. Das Weihnachtsgeschäft ist für den Handel in der City sehr wichtig“, sagt er.

Weihnachtsmarkt-Organisator: Maskenpflicht ist „kein Riesenhindernis“

Nachdem in Deutschland und auch in der Region um Dortmund viele Weihnachtsmärkte bereits abgesagt wurden, hofft Schausteller Patrick Arens als Organisator der Dortmunder Weihnachtsstadt, dass die Maskenpflicht hilft, diese Veranstaltung zu sichern.

Patrick Arens kann die Regeln der Landesregierung zu Kirmes-Veranstaltungen wie die Mini-Sim-Jü nicht nachvollziehen.
Patrick Arens kann die Regeln der Landesregierung zu Kirmes-Veranstaltungen wie die Mini-Sim-Jü nicht nachvollziehen. © Helga Felgenträger (A) © Helga Felgenträger (A)

„Ich sehe darin kein Riesenhindernis. Wichtig ist, dass der Weihnachtsmarkt stattfinden kann. Die Maskenpflicht gilt ja für die Dauer der Einnahme von Speisen und Getränken nicht an den Imbiss- und Ausschankständen“, so Patrick Arens.

Chef der Marktbeschicker: „vernünftige Entscheidung“

Auch Niels Schulte als Vorsitzender der Marktbeschicker in Dortmund hält das Vorgehen der Stadtverwaltung für eine „vernünftige Entscheidung“. Er sagt: „Die Maskenpflicht ist zumutbar und genau richtig. Andere Städte in der Region machen es auch so.“

Marktbeschicker Niels Schulte: „eine vernünftige Entscheidung“ © Stephan Schuetze © Stephan Schuetze

Niels Schulte verweist darauf, dass es die Maskenpflicht auf den Wochenmärkten im Laufe der Corona-Pandemie ja schon gab und die Bürger sich auch ohne Probleme daran gehalten hätten. „Auch jetzt schon sehe ich die allermeisten Besucherinnen und Besucher auf dem Hansamarkt mit Masken“, sagt er am Mittwochmittag.

Die Allgemeinverfügung der Stadt Dortmund gilt zunächst bis zum 21. Dezember. Danach soll die Maskenpflicht überprüft werden und entschieden werden, ob sie auch über den Jahreswechsel nötig sein wird.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Nach mehreren Stationen in Redaktionen rund um Dortmund bin ich seit dem 1. Juni 2015 in der Stadtredaktion Dortmund tätig. Als gebürtigem Dortmunder liegt mir die Stadt am Herzen. Hier interessieren mich nicht nur der Fußball, sondern auch die Kultur und die Wirtschaft. Seit dem 1. April 2020 arbeite ich in der Stadtredaktion als Wirtschaftsredakteur. In meiner Freizeit treibe ich gern Sport: Laufen, Mountainbike-Fahren, Tischtennis, Badminton. Außerdem bin ich Jazz-Fan, höre aber gerne auch Rockmusik (Springsteen, Clapton, Santana etc.).
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Peter Wulle

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