Wilder Wein gegen Graffiti: Experiment gescheitert

B54

Eigentlich sollte Wilder Wein über die Sache wachsen. Stattdessen sprießen an der Gabionenwand gleich neben dem Rombergpark an der B 54 wieder neue Graffiti – sehr zum Ärger der CDU. Sie will den beschmierten Steinwall, mit dem Autofahrer in Dortmund begrüßt werden, erneut zum politischen Thema machen.

BRÜNNINGHAUSEN

, 17.08.2016, 01:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wilder Wein gegen Graffiti: Experiment gescheitert

Die CDU-Ratsvertreter Friedrich-Wilhelm Weber und Christiane Krause wollen sich mit der zugesprühten Gabionenwand nicht abfinden.

Abhilfe war bereits versprochen worden, nachdem die CDU im September 2014 erstmals auf die unschönen Schmierereien aufmerksam gemacht hatte. Im März 2015 teilte die Verwaltung mit, dass man wilden Wein an der Gabionenwand gepflanzt habe, die bald die Graffiti überdecken sollen. Mehr als 500 Pflanzen seien gesetzt worden, hieß es ergänzend ein halbes Jahr später.

Keine sichtbare Wirkung

Das Problem: Wirkung hat der wilde Wein noch nicht gezeigt, wie sich gestern die CDU-Ratsvertreter Friedrich-Wilhelm Weber und Christiane Krause vor Ort überzeugten. Einige kümmerliche Pflanzen sind zwar zu sehen. Doch die Graffiti strahlen weiter in voller Pracht.

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„Die Pflanzungen haben nicht den Effekt, den sie bringen sollten. Damit kann man sich nicht zufrieden geben“, bilanzierte Weber. Er und Christiane Krause halten das Experiment, „wilden Wein“ gegen Graffiti einzusetzen, schlicht für gescheitert – und wollen nun mit ihrer Fraktion im Ausschuss alternative Vorschläge einfordern.

Graffiti entfernen

Eine wirksame Maßnahme gegen die Graffiti-Schmierereien an der Gabionen-Wand gab es bereits: Im Oktober ließ die Verwaltung – pünktlich zur Eröffnung des Deutschen Fußballmuseums – die Graffiti entfernen und die Gabionen-Wand über dem Schondelle-Bach sogar bewachen. Es war allerdings nur ein kurzzeitiger Erfolg. Kurz nach dem Ende der Bewachung waren bereits die nächsten Graffiti-Lettern gesprüht.

Möglicherweise wäre tatsächlich eine schnelle Eingreiftruppe zur Beseitigung von Graffiti eine Lösung, wie Beispiele aus anderen Städten oder auch bei der Bahn zeigen. Auch diese Möglichkeit will die CDU prüfen lassen. 

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