Willi Droste bringt den BVB-Rasen wieder in Schuss

Signal Iduna Prak

Es ist nicht zu übersehen. Der Winter hat Spuren hinterlassen am grünen Teppich des Signal Iduna Parks. Und er beschert Willi Droste und seinem Rasenpflege-Team jede Menge Arbeit vor dem ersten Rückrunden-Heimspiel am Samstag gegen den VfB Stuttgart.

DORTMUND

von Von Oliver Volmerich

, 20.01.2011, 05:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vor der Südtribüne wuchert die Schwarzalge. BVB-Platzwart Willi Droste und sein Sorgenkind.

Vor der Südtribüne wuchert die Schwarzalge. BVB-Platzwart Willi Droste und sein Sorgenkind.

Umso mehr schaut er jeden Tag mit Bangen auf den Wetterbericht. Viel Regen und neue Kälte sind angesagt. „Das schlägt immer schnell um. Deshalb bleibt die Rasenheizung an“, entscheidet der Platzwart. Nur eines von vielen Rezepten, um das Sorgenkind einigermaßen gut über den Winter zu bringen. Das Hauptproblem ist die Feuchtigkeit. „Wir schlitzen den Rasen ein bisschen an. So zwei Zentimeter tief. Damit das Wasser versickern kann“, erklärt der 52-Jährige. Dazu wird das Grün mit einem Gebläse „hochgeföhnt“. Alles mit einem Ziel: „Ich hoffe, dass ich am Samstag einen einigermaßen glatten und festen Platz habe“, sagt Droste. „Ich will die bestmöglichen Verhältnisse für die Jungs.“

Wie lange das noch möglich ist? Der Platzwart zuckt mit den Schultern. Wie Jürgen Klopp und seine Mannschaft denkt Droste mittlerweile nur von Spieltag zu Spieltag. „Wir müssen abwarten wie er das Spiel am Samstag verträgt.“ In zwei Wochen wartet bekanntlich das Derby gegen Schalke, fünf Tage später das Länderspiel Deutschland gegen Italien – inklusive Training beider Nationalteams. Doch vielleicht geben die sich ja mit einem Trainingsplatz zufrieden, hofft Droste. Denn wenn es irgendwie geht, will er das ramponierte Grün bis zum Ende der Saison retten. „Das ist schließlich ein sehr erfolgreicher Rasen“, merkt er mit Blick auf die Siegessträhne der Borussia an. Und obwohl auch Droste das M-Wort nicht in den Munde nimmt, schwant ihm schon, was die Fans angesichts einer außergewöhnlichen Saison nach dem letzten Heimspiel mit dem Rasen anstellen: „Dann wird er eh in Stücke gehauen.“

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