Wir am Hörder Neumarkt: Verein erhält NRW-Preis

Auszeichnung

Der Dortmunder Verein Wir am Hörder Neumarkt ist für sein jahrelanges Engagement ausgezeichnet worden. Der Verein gilt nun ganz offiziell als NRW-weites Vorbildprojekt.

Hörde

09.12.2019, 13:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Verein „Wir am Hörder Neumarkt“ und die Stadterneuerung sind ausgezeichnet worden: Jens Woelki (3.v.l., Amt für Stadterneuerung), Mathias Ruhnke (mit Urkunde, Wir am Hörder Neumarkt e.V.) und Susanne Linnebach (2.v.r., Leiterin Amt für Stadterneuerung)

Der Verein „Wir am Hörder Neumarkt“ und die Stadterneuerung sind ausgezeichnet worden: Jens Woelki (3.v.l., Amt für Stadterneuerung), Mathias Ruhnke (mit Urkunde, Wir am Hörder Neumarkt e.V.) und Susanne Linnebach (2.v.r., Leiterin Amt für Stadterneuerung) © Holger Krüssmann

Das „nachbarschaftliche Engagement für Viele am Hörder Neumarkt“ hat Anfang Dezember einen Preis als Vorbildprojekt der Sozialen Stadt NRW erhalten.

Als eines von fünf ausgezeichneten Projekten nahmen der Verein „Wir am Hörder Neumarkt e. V.“ und das Amt für Stadterneuerung der Stadt Dortmund gemeinsam die Auszeichnung entgegen.

Einst Treffpunkt für Alkoholiker, jetzt für die Nachbarschaft

Robert Ambrée von den Montag-Stiftungen betonte in seiner Laudatio auf der Zeche Zollverein das beharrliche Engagement der Nachbarschaft, die den früher von einer Alkoholiker-Szene dominierten Ort wieder in Besitz nahmen und eine lebendige Nachbarschaft auf die Beine stellten.

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Susanne Linnebach, Leiterin des Amtes für Stadterneuerung, sieht Hörde als größtes städtebauliches Projekt in Dortmund in der Gegenwart: „Kein Ort erlebt den Strukturwandel so grundlegend wie Hörde“, sagte sie.

„Dass die Menschen am Hörder Neumarkt diesen Wandel in dieser Form selbst mit gestalten, das ist etwas ganz Besonderes“, so Linnebach.

Der Hörder Neumarkt

Der Hörder Neumarkt © Jörg Bauerfeld

Für den Verein „Wir am Hörder Neumarkt“ nahm Matthias Ruhnke den Preis entgegen.

Er blickte mit Stolz zurück auf das, was die Vereinsmitglieder in den vergangenen Jahren getan haben, wie sie die Neumarktfeste organisierten, um den Platz wieder selbst zu nutzen, und ein Arrangement mit der Alkoholiker-Szene fanden.

Der Verein sorgte für Bänke, Feste und einen Bücherschrank

In den folgenden Jahren pflanzten sie Rosen in die Baumscheiben, sorgten für Jugend-Bänke und Seniorenbänke, ein Trimm-Dich-Gerät, Fahrradständer und eine Tischtennisplatte. Seit einigen Wochen gibt es auch einen Bücherschrank.

Aus der ursprünglichen Interessengemeinschaft gründeten sie einen Verein und übernahmen die leer stehende Gaststätte Haus Rode am Hörder Neumarkt. Damit hatte die Nachbarschaft einen Treffpunkt und Versammlungsort für viele kleinere und größere Veranstaltungen.

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Allein 25 Projekte organisierten die Nachbarn mit finanzieller Unterstützung durch den Hörder Stadtteilfonds. Für viele weitere Ideen fanden sie Geldgeber in Stiftungen und anderen Förderprogrammen.

In diesem Zusammenhang bedankt sich der Verein ganz besonders bei der Hörder Stadtteilagentur und namentlich bei Rolf Martin, der sie mit breitem organisatorischem Wissen immer wieder unterstützt hat.

„Es gibt noch viel zu tun und ich träume davon, dass wir den Saal hinter der Gaststätte in Stand setzen könnten, um auch größere Veranstaltungen durchführen zu können“, wünscht sich Matthias Ruhnke. Dafür sicherte Jens Woelki die Unterstützung der Stadterneuerung zu.

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