Wir machen mit beim Hip-Hop-Kurs im Brackeler Balou

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Hip-Hop-Klänge ertönen im Kulturzentrum Balou: Beim Streetdance schulen junge Teilnehmer ihr Können. Und unser (fast junger) Reporter macht auch mit - aber mit Erfolg?

Brackel

, 22.09.2020, 04:30 Uhr
Streetdance ist im Balou gerade sehr angesagt - trotz der Corona-bedingten Einschränkungen.

Streetdance ist im Balou gerade sehr angesagt - trotz der Corona-bedingten Einschränkungen. © Stephan Schütze

„Wir bleiben free stehen und gehen dann ganz langsam in den Freeze“: Rund zehn Jungen ab acht Jahren stehen in Sportklamotten im doppelten Halbkreis und hören auf das Kommando von Kursleiter Luke Romero. Beim Kurs „Streetdance for boys“ im Brackeler Kulturzentrum Balou an der Oberdorfstraße 23 lernen sie, worauf es beim „Straßentanz“ ankommt. Auch ich werde mitmachen und meine tänzerischen „Fähigkeiten“ beweisen.

Viel Spaß beim Streetdance haben (v.l.) Aymen, Hugo und Philipp.

Viel Spaß beim Streetdance haben (v.l.) Aymen, Hugo und Philipp. © Stephan Schütze

Teilnehmer und Leiter haben viel Spaß

Der Tanzstil von der Straße dreht sich unter anderem um Top Rocking (Tanzen im Stehen) und Freeze, bei dem man in einer eindrucksvollen Position verharren muss. Spaß, Ausstrahlung und Energie stehen im Balou im Vordergrund. Entstanden ist der Stil spätestens in den 1970er-Jahren in den Vereinigten Staaten.

„Seid ihr bereit? Zu 100 Prozent? Zu 105 Prozent?“ Mit dem Gesicht zum Spiegel macht Luke Romero die Bewegungen vor und die Jungen machen es ihm mit Begeisterung nach. Wie Luke tragen sie T-Shirts und Shorts; einige auch eine Baseball-Cap wie der Kursleiter.

Streetdance umfasst viele verschiedene Tanzstile

„Streetdance ist eine vielseitige Kultur“, erklärt Luke Romero in einer Pause. Er umfasst nicht nur Hip-Hop, sondern auch House-Tanzen, Popping und animierte Bewegungen, als wäre man ein Roboter. „Früher wurde er auf der Straße getanzt, heutzutage hauptsächlich im Tanzstudio.“

Streetdance-Trainer Luke Romero zeigt den Jungs coole Moves.

Streetdance-Trainer Luke Romero zeigt den Jungs coole Moves. © Stephan Schütze

„Nicht bewegen“, sagt Luke Romero, während sich alle auf die Ausgangsposition begeben. „Auch nicht blinzeln?“, fragt einer der jungen Teilnehmer scherzhaft. „Doch, das dürft ihr, auch atmen“, entgegnet Luke grinsend.

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Hygiene-Vorschriften werden immer beachtet

Bei allem Spaß wird auch nicht vergessen, dass derzeit eine Corona-Pandemie existiert. Beim Balou müssen alle vor dem Haus warten, bis sie von der Kursleitung abgeholt werden, und sich in Listen eintragen. Über fest abgeklebte Wege im Treppenhaus geht es zum Kursraum. Bei den Kursen selbst können die Teilnehmer die Masken abnehmen, tragen sie aber in einer Pause.

Wenig erfolgreich versuche ich im Takt zu bleiben.

Wenig erfolgreich versuche ich im Takt zu bleiben. © Stephan Schütze

„Die Kurse beginnen nie zeitgleich, damit sich nicht Teilnehmer verschiedener Kurse unnötig begegnen“, erklärt Pressesprecherin Annika Bruckner-Linnebank. Jeder der maximal zehn Teilnehmer bekommt eine Hygieneverordnung an die Hand. Die Räume werden zwischen den Veranstaltungen regelmäßig desinfiziert und ausreichend gelüftet. Dafür kommt auch ein Luftfilter zum Einsatz.

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Reporter beweist kein großes Talent

Auch ich mache mit und folge den Anweisungen des Leiters. Na ja, zumindest versuche ich es. Allerdings bin ich schon nach kurzer Zeit überfordert. Statt den Anweisungen zu folgen, bemühe ich mich mehr schlecht als recht im Takt zu bleiben, was mir aber auch selten gelingt.

Wenig erfolgreich war unser Mitarbeiter Tobias Weskamp (l.) beim Streetdance-for-boys-Workshop im Kulturzentrum Balou.

Wenig erfolgreich war unser Mitarbeiter Tobias Weskamp (l.) beim Streetdance-for-boys-Workshop im Kulturzentrum Balou. © Stephan Schütze

„Du solltest mehr loslassen“, gibt mir Luke Romero als Tipp. „Konzentrier dich nicht so sehr darauf, was deine Arme machen. Weniger denken, mehr fühlen“, gibt er mir auf den Weg. Ich werde es bei meinem nächsten Versuch beherzigen.

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Wir machen mit beim Streetdance im Brackeler Balou

Jungs tanzen gerne Streetdance

Weitaus erfolgreicher als ich machen es die Jungs. Und sie haben großen Spaß dabei. „Es ist toll, dass wir uns bewegen können“, findet Aymen (8), der schon länger bei dem Kurs dabei ist. Die Corona-Regeln stören ihn genauso wenig wie Hugo (10). „Die Musik ist klasse und das Tanzen auch“, sagt er. „Die Einschränkungen sind kein Problem“, erklärt auch Philipp (8). Er freut sich schon auf die Aufführung für die Eltern, die es nach Abschluss des Kurses geben wird.

Die Jungs zeigen, wie man es richtig macht.

Die Jungs zeigen, wie man es richtig macht. © Stephan Schüze

Den Kurs gibt es im Balou seit 2019. „Er ist speziell für Jungs, mit einem männlichen Trainer“, erklärt Annika Bruckner-Linnebank. „Ich war oft der einzige Junge in Tanzkursen“, erinnert sich Luke Romero. „Da bekommt man von den Freunden oft blöde Sprüche zu hören.“

Von 16.05 bis 18.15 Uhr gibt es mittwochs zwei einstündige Kurse. Reinschnuppern ist möglich. Infos unter www.balou-dortmund.de

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