Wir suchen den Dortmunder des Jahres 2017

Nominierung ab Mittwoch

Die Ehrenamtlichen dieser Stadt halten die Gesellschaft zusammen. Sie engagieren sich für das Gemeinwohl, ohne dabei an sich selbst zu denken. Für dieses Engagement soll nun schon zum fünften Mal Danke gesagt werden: mit der Auszeichnung Dortmunder des Jahres.

DORTMUND

, 24.04.2017, 05:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wir suchen den Dortmunder des Jahres 2017

Dr. Klaus Harbig ist der noch amtierende Preisträge: der Dortmunder des Jahres 2016. Er arbeitet seit zwölf Jahren als Arzt in der Praxis der Wohnungslosen-Initiative Gast-Haus statt Bank an der Rheinischen Straße, ohne dafür nur einen Cent zu verdienen. Nun wird sein Nachfolger gesucht.

Die Ruhr Nachrichten verleihen den Preis gemeinsam mit dem Medienhaus Lensing Hilfswerk, der Sparkasse Dortmund und Radio 91.2 am 17. September im Lensing-Carrée Confernce Center in der Silberstraße. Ab Mittwoch (26.4.) können Sie, liebe Leser, potenzielle Preisträger nominieren.

Schlagen Sie uns jemanden vor, der in Ihren Augen Dortmund ein bisschen lebenswerter macht. Jemanden, der wertvolle, einzigartige Arbeit leistet – und das ohne viel Aufsehen, weil er es als selbstverständlich erachtet. Nominiert werden können Personen, die sich privat bei einer gemeinnützigen Organisation oder in einem Verein engagieren. Die Ehrenamtlichen können sich nicht selbst vorschlagen.

Die Preisverleihung 2016:

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

So war die Verleihung "Dortmunder des Jahres"

Er ist der Arzt für die Armen in dieser Stadt: Dr. Klaus Harbig ist der Dortmunder des Jahres 2016. Seit elf Jahren arbeitet der 75-Jährige in der Praxis der Wohnungslosen-Initiative Gast-Haus an der Rheinischen Straße, ohne dafür nur einen Cent zu verdienen. Für sein Engagement ist er am Sonntag ausgezeichnet worden. Wir zeigen die besten Bilder der Preisverleihung.
25.09.2016
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Der Gastgeber, Sparkassen-Chef Uwe Samulewicz (l.), im Gespräch mit den beiden Moderatoren Steffi Strecker und Wolfram Kiwit© Foto: Stephan Schütze
In der Kundenhalle der Sparkasse am Freistuhl lief am Sonntagvormittag die Preisverleihung. © Foto: Stephan Schütze
200 geladene Gäste verfolgten gespannt das kurzweilige Programm. © Foto: Stephan Schütze
In Gesprächen stellten die drei Nominierten für den Dortmunder des Jahres, hier Karin Nottebom, ihre Arbeit vor. © Foto: Stephan Schütze
Verliehen wurde erstmals auch ein zweiter Preis für den Helden des Augenblicks. Clemens Lensing-Wolff (M.) gab den Gewinner bekannt.© Foto: Stephan Schütze
Julia Hense ist die Heldin des Augenblicks - sie hat auf der Autobahn einen Mann aus einem brennenden LKW gerettet.© Foto: Stephan Schütze
Bei der Preisverleihung sagte sie: "Helfen ist für mich eine Lebensaufgabe."© Foto: Stephan Schütze
Urkunden gab es auch für die anderen beiden Nominierten "Helden des Augenblicks": Peter Kiwall und Kerstin Lehrke. © Foto: Stephan Schütze
Die drei Dortmunder Helden: Kerstin Lehrke, Julia Hense und Peter Kiwall im Gespräch mit Wolfram Kiwit. © Foto: Stephan Schütze
Uwe Samulewicz übergab Julia Hense ihren Preis. Ihre Kinder Lino und Lenny waren auch ganz aufgeregt. © Foto: Stephan Schütze
Julia Hense hat sich ein Motorrad ausgesucht, um damit zur Universität nach Bochum fahren zu können. © Foto: Stephan Schütze
Lenny und Lino haben das Motorrad gleich mal ausgetestet.© Foto: Stephan Schütze
Heldin des Augenblicks steht auf dem Motorrad und erinnert Julia Hense ab sofort immer an ihre Heldentat. © Foto: Stephan Schütze
Die 33-Jährige freute sich riesig über den Preis. © Foto: Stephan Schütze
Musik durfte nicht fehlen: Lust auf mehr machten Rudi Strothmüller und seine Tochter Inga vom Hansa-Theater.© Foto: Stephan Schütze
Klaus Kolleck (Mitte) ist der Dortmunder des Jahres 2014. Er engagiert sich seit vielen Jahren bei der DLRG. © Foto: Stephan Schütze
Ein gerührter Preisträger: Dr Klaus Harbig (Mitte) im Moment der Entscheidung. © Foto: Stephan Schütze
Zwei Dortmunder des Jahres und Namensvetter: Klaus Harbig und Klaus Kolleck. © Foto: Stephan Schütze
Sie alle haben am Sonntag das Ehrenamt gefeiert. © Foto: Stephan Schütze
Stolz präsentierte Klaus Harbig die gläserne Trophäe. © Foto: Stephan Schütze
Die wichtigsten Personen des Vormittags: teffi Strecker, Johanna Lensing-Wolff, der Dortmunder des Jahres 2016 Dr. Klaus Harbig, Uwe Samulewicz, der Dortmunder des Jahres 2014 Klaus Kolleck, Andrea Lipphardt, Wolfram Kiwit und Karin Nottebom.© Foto: Stephan Schütze
Der Preis, sagt Klaus Harbig, komme seinen Patienten zugute. Das Preisgeld von 10.000 Euro will er ein Medikamente stecken. © Foto: Stephan Schütze
Das Moderatorenduo: Steffi Strecker und Wolfram Kiwit. © Foto: Stephan Schütze
"Für Dich. Für uns. Für alle" - das ist das Motto des Dortmunder des Jahres. © Foto: Stephan Schütze
Neben Uwe Samulewicz (l.) nahmen Verleger Lambert-Lensing Wolff und seine Familie Platz. Johanna Lensing-Wolff ist Geschäftsführerin des Medienhaus Lensing Hilfswerks und war Teil der Jury zum Dortmunder des Jahres. Neben ihr saß Andrea Lipphardt, eine der Nominieren für den Dortmunder des Jahres. © Foto: Stephan Schütze
200 Gäste waren insgesamt an diesem Sonntagvormittag dabei.© Foto: Stephan Schütze
Uwe Samulewicz mit Steffi Strecker und Wolfram Kiwit. © Foto: Stephan Schütze
"Ehrenamt war nie wertvoller als heute. Es hält unsere Gesellschaft zusammen", sagte Uwe Samulewicz in seiner Ansprache. © Foto: Stephan Schütze
Auch ein paar junge Gäste waren mit dabei. © Foto: Stephan Schütze
Ein weiterer Eindruck von der Preisverleihung.© Foto: Stephan Schütze
Erstmals haben nicht die Leser und Hörer von Ruhr Nachrichten und Radio 91.2 bestimmt, wer Dortmunder des Jahres wird, sondern eine Jury. Darin waren auch Uwe Samulewicz, Johanna Lensing-Wolff, Klaus Kolleck und Wolfram Kiwit. © Foto: Stephan Schütze
So sieht die Trophäe aus, die nun Dr. Klaus Harbig gehört. © Foto: Stephan Schütze
Trotz des ernsten Themas: Spaß hatten alle Beteiligten jede Menge. © Foto: Stephan Schütze
Gut zwei Stunden Programm gab's bei der Preisverleihung. © Foto: Stephan Schütze
Rudi Strothmüller sang Frank Sinatra und Udo Jürgens. © Foto: Stephan Schütze
Andrea Lipphardt (Mitte) engagiert sich seit 18 Jahren für die Mitternachtsmission. © Foto: Stephan Schütze
Eindrücke von der Preisverleihung.© Foto: Stephan Schütze
Prostitution sei noch immer ein Tabuthema, sagte Lipphardt im Gespräch. Sie setzt sich vor allem dafür ein, dass Opfer von Menschenhandel und minderjährigen Prostituierten geholfen wird. © Foto: Stephan Schütze
Klaus Harbig ist Buddhist. Die kleine Buddhafigur steht in seinem Sprechzimmer und erinnere ihn immer wieder daran, auch in schwierigen Situationen, Mitgefühl zu zeigen, sagt er. © Foto: Stephan Schütze
Armut habe ihn immer sehr betroffen gemacht, sagt Harbig. Als er ein Kind war, war seine Familie selbst von Armut betroffen. Deshalb habe er sich schon als Student vorgenommen, irgendwann einmal als Arzt zu arbeiten, ohne dafür Geld zu verdienen. © Foto: Stephan Schütze
Karin Nottebom hat immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Ängste von Kindern und Jugendlichen. Sie betreut seit 20 Jahren die Nummer gegen Kummer beim Kinderschutzbund. © Foto: Stephan Schütze
Am Telefon gibt sie den Kindern, die anrufen, anonym Ratschläge. © Foto: Stephan Schütze
Eine glückliche Julia Hense: Sie ist die Heldin des Augenblicks.© Foto: Stephan Schütze
Julia Hense erinnerte jeden daran, wie wichtig es ist, zu helfen. © Foto: Stephan Schütze
Klaus Kolleck verkündete seinen Nachfolger. © Foto: Stephan Schütze
Danach gab's Konfettiregen für Klaus Harbig. © Foto: Stephan Schütze
Und ganz viel Beifall für den neuen Dortmunder des Jahres. © Foto: Stephan Schütze
Als Danke gab's Blumen - und einen Scheck über 10.000 Euro für das Gast-Haus und Harbigs Praxis. © Foto: Stephan Schütze
Jeweils 5000 Euro bekommen die beiden Zweitplatzierten für ihre Organisationen. © Foto: Stephan Schütze
Die Trophäe will Klaus Harbig in sein Sprechzimmer stellen. © Foto: Stephan Schütze
Eindrücke von der Preisverleihung.© Foto: Stephan Schütze
Eindrücke von der Preisverleihung.© Foto: Stephan Schütze
Eindrücke von der Preisverleihung.© Foto: Stephan Schütze
Eindrücke von der Preisverleihung.© Foto: Stephan Schütze
Eindrücke von der Preisverleihung.© Foto: Stephan Schütze
Eindrücke von der Preisverleihung.© Foto: Stephan Schütze

Voraussetzungen für die Nominierung:

  • Der Kandidat sollte sich in Dortmund engagieren oder aus Dortmund kommen.
  • Er muss mindestens 18 Jahre alt sein.
  • Abgesehen von einer überschaubaren Aufwandsentschädigung, darf der Ehrenamtliche kein Geld für seine Arbeit bekommen.
  • Er sollte sich seit mindestens fünf Jahren engagieren.

Vergeben wird ein Preisgeld von 20.000 Euro. Der Erstplatzierte erhält 10.000 Euro, für die anderen beiden Nominierten gibt es 5000 Euro. Das Geld kommt den Organisationen der Kandidaten zugute. Im Juni wählt eine Jury aus allen Nominierten drei Finalisten aus, die dann bei der Preisverleihung gefeiert werden – und von denen einer die Auszeichnung zum Dortmunder des Jahres bekommt.

Held des Augenblicks

Nach der Premiere im vergangenen Jahr gibt es wieder eine zweite Auszeichnung für den "Helden des Augenblicks". Für diese Kategorie können Sie, liebe Leser, Menschen vorschlagen, die in Ihrem Lebensumfeld in einem kleinen Augenblick Ihr großer Held waren. Die Heldin des Augenblicks 2016, Julia Hense, zum Beispiel hat auf der Autobahn einen verunglückten LKW-Fahrer aus seinem Wagen gezogen und ihm so das Leben gerettet.

  • Der Held des Augenblicks sollte aus Dortmund kommen oder hier leben.
  • Die einmalige Heldentat muss nicht in Dortmund stattgefunden haben.
  • Es gibt keine Altersbeschränkung.

Die Jury wählt aus allen Nominierungen drei Helden aus. Der Sieger wird per Online-Voting ab Mitte Juli gewählt. Er bekommt bei der Preisverleihung am 17. September einen Herzenswunsch erfüllt.

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