Wird die Persebecker Straße ausgebaut oder nicht? Die Stadt Dortmund hat entschieden

rnPersebecker Straße

Nachdem zu Beginn des Jahres 20 Leitpfosten an der Persebecker Straße herausgezogen worden sind, forderte die Politik einen Ausbau der Straße. Die Stadt hat darauf klar geantwortet.

Persebeck

, 04.06.2019, 15:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit so einer Entwicklung haben die Täter wohl nicht gerechnet: Zum Jahreswechsel 2019 gingen Unbekannte die Persebecker Straße entlang, zogen dabei gut 20 Leitpfosten aus dem Boden und warfen sie in die angrenzenden Gebüsche und auf die Felder. Kurze Zeit danach hat die Bezirksvertretung Hombruch das Thema aufgegriffen.

Nicht wenige Autofahrer dürften froh darüber gewesen sein, dass die Leitpfosten verschwunden waren. Denn die Persebecker Straße ist zwischen Reitverein und Sportplatz des TuS Eichlinghofen ziemlich schmal. Eigentlich ist hier nicht genug Platz dafür, dass zwei entgegenkommende Autos nebeneinander fahren.

SPD wollte eine Alternative zu den Pfosten - und kein Tempo 30

Neben der Asphaltdecke gibt es einen unbefestigten Fahrbahnrand, den Fahrzeuge benutzen, um doch nebeneinander zu passen. Da dieser Rand aber insbesondere bei schlechten Sichtverhältnissen schwer zu erkennen sei, hat die Stadt Ende Oktober 2018 Leitpfosten aufgestellt – wodurch Autofahrer auf dem Seitenstreifen ausgebremst wurden. Zwei Monate später zogen Unbekannte die Pfosten heraus.

Wird die Persebecker Straße ausgebaut oder nicht? Die Stadt Dortmund hat entschieden

Die Pfosten stehen mittlerweile wieder im Boden - und sollen dort auch bleiben. © Michael Nickel

Für die Februar-Sitzung der Bezirksvertretung Hombruch hatte die SPD das Thema auf die Tagesordnung gebracht. Sie forderte in ihrem Antrag die Verwaltung der Stadt dazu auf, eine Alternative für die Leitpfosten zu finden, sie sollten „nicht erneut aufgestellt werden“. Zur Begründung schrieb die SPD, die herausgezogenen Pfosten seien wohl ein klares Zeichen aus der Bürgerschaft gewesen.

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„Es ist anzunehmen, dass auch zukünftig die Begrenzungspfosten nicht auf Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger stoßen, solange diese so aufgestellt werden, dass auch ein vorsichtiger Begegnungsverkehr wegen des weiter verengten Straßenquerschnitts kaum möglich ist“, heißt es in dem Antrag. Vielmehr sollen der unbefestigte Straßenrand ausgebaut und die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h aufgehoben werden.

Für einen Ausbau der Straße wäre eine umfassende Planung nötig

Zur Mai-Sitzung der Bezirksvertretung lag die Antwort der Stadt mit Datum vom 27. März vor. Darin wird einem Ausbau der Persebecker Straße eine Absage erteilt. „Die Leitpfosten wurden kürzlich seitens des Tiefbauamtes wieder aufgestellt“, heißt es zunächst.

Die Straße solle explizit nicht dem Durchgangsverkehr dienen – genau den würde ein Ausbau aber verursachen, ebenso wie zusätzlichen Parkverkehr. „In der Konsequenz sind Bürgerbeschwerden zu erwarten und damit straßenverkehrsrechtliche Regelungen notwendig. Darüber hinaus erfordert ein ordentlicher Straßenausbau eine konkrete Straßenentwurfsplanung.“ Die könne aber mittelfristig nicht erstellt werden – weil die Persebecker Straße in der Prioritätenliste zu weit unten steht.

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