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Wo E-Scooter-Fahren verboten ist und wofür sonst noch Strafen drohen

rnE-Scooter

In den ersten Tagen wurden die Leih-E-Scooter in Dortmund viel genutzt. Doch gerade in der Innenstadt kann man dabei einiges falsch machen. Für diese Aktionen drohen Strafen.

Dortmund

, 12.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Fahren durch die Fußgängerzone, fahren auf öffentlichen Plätzen. Mit dem E-Scooter ist das verboten. Wenn es nach der Stadt Dortmund geht, würde sie gerne Verbotszonen ausweisen, auf denen sich die E-Scooter mit einer Technik namens Geofencing von selbst ausschalten. So, dass es nicht möglich ist, an verbotenen Stellen überhaupt zu fahren.

Die Frage ist, wie reagiert das Gerät? Momentan noch nicht, wie unser E-Scooter-Test zeigte.

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„Geofencing nutzt Circ derzeit in Dortmund in Bezug auf das Parken des E-Tretrollers. Das heißt, es ist festgelegt, wo ein Nutzer die Fahrt beenden und den Roller abstellen kann“, heißt es in einer Antwort des Unternehmens per E-Mail.

Ob die Technik in Dortmund weiter ausgebaut wird, steht derzeit noch nicht fest. „Circ befindet sich derzeit noch in Gesprächen mit der Stadt und anderen Institutionen, was die Begrenzung der Geschwindigkeit in niedrigen Geschwindigkeitszonen betrifft“, heißt es seitens des Unternehmens weiter.

Polizei rechnet mit „naheliegendsten Vergehen“

Für E-Scooter-Fahrer gelten im Großen und Ganzen die gleichen Regeln, wie für Fahrradfahrer.

„Wir kontrollieren überall“, so Polizeisprecherin Dana Seketa. Allerdings lägen die Polizisten nicht gesondert wegen der neuen Leih-E-Scootern auf der Lauer. „Wir fahren im Rahmen der Streife ganz normal die entsprechenden Gebiete ab“, sagt sie.

Dennoch seien die Kollegen vor Start der elektrischen Tretroller extra sensibilisiert worden. „Eine Fahrt durch die Fußgängerzone ist, genau wie bei Fahrradfahrern, sanktionsfähig“, so Seketa. Des Weiteren rechne man mit den „naheliegendsten Vergehen“. Etwa mehrere Personen auf einem Roller oder Fahrer unter 14, die so einen Elektro-Flitzer nicht führen dürfen.

Wie steht die Polizei zum automatischen Ausschalten der Roller?

Um auch die Roller abzudecken, seien Teile der Straßenverkehrsordnung extra ergänzt worden, erklärt sie. Bei neuen Fortbewegungsmitteln müsse man immer „gucken, wie das funktioniert“, sagt Dana Seketa.

Eine Helmpflicht für E-Scooter gibt es, genauso wie beim Fahrrad, nicht. Dana Seketa gibt aber den Tipp: „Vielleicht trägt man einen Helm, auch wenn man es nicht muss.“

Wo E-Scooter-Fahren verboten ist und wofür sonst noch Strafen drohen

Dana Seketa © Peter Bandermann

„Man kann nicht sagen, dass es drunter und drüber läuft.“
Dana Seketa, Pressesprecherin Polizei Dortmund

Ob ein Ausschalten der Geräte in den verbotenen Zonen aus Sicht der Polizei nötig wäre? „Wir hoffen darauf, dass es funktioniert und dass die Leute wissen wie sie sich verhalten müssen“, meint Seketa. „Wir setzen auf die gegenseitige Rücksichtnahme“. Denn ein Fahrrad könne man schließlich auch nicht ausschalten, sobald es in die Fußgängerzone einbiegt, gibt die Polizeisprecherin zu bedenken.

„Unfälle werden verursacht“

Insgesamt sei es aus Polizei-Sicht um die E-Scooter aber noch ruhig. „Wir haben noch nichts, was wir vermelden können“, sagt sie. Nachhalten, welche einzelnen Verwarnungen jeder einzelne Kollege vergeben habe, könne sie nicht. Aber: „Man kann nicht sagen, dass es drunter und drüber läuft“, sagt Seketa. Das Interesse sei naturgemäß immer groß, wenn es ein neues Fortbewegungsmittel gibt.

So gibt sie zu: Auch für die Polizei wäre ein erster E-Scooter-Unfall interessant, um die Lage für die Zukunft einschätzen zu können. Doch sie stellt auch klar: „Unfälle werden verursacht.“ Soll heißen, das habe dann nichts mit dem jeweiligen Fortbewegungsmittel, sondern dem Menschen zu tun.

Den ersten E-Scooter-Unfall hatte es vermeintlich prompt am Dienstagmorgen, 9. Juli, am Phönixsee gegeben. Hier stellte sich am Donnerstag nach Feuerwehrangaben jedoch heraus, dass es sich bei der „unübersichtlichen Situation“ vermutlich eher um einen Fahrrad-Unfall gehandelt hatte.

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