Woche des Sparens: Schnell-Duscher gefragt

DORTMUND "Der Monat ist zu lang fürs Geld." - Auf diesen knappen Nenner bringt Dortmunds oberste Verbraucherschützerin die Misere rasant steigender Kosten zum Lebensunterhalt.

von Ruhr Nachrichten

, 23.07.2008, 17:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Preise steigen - In Zeiten knapper Kassen sind Ideen gefragt.

Die Preise steigen - In Zeiten knapper Kassen sind Ideen gefragt.

Helene Schulte-Bories nennt die privaten Haushalte "kleine Wirtschaftsunternehmen". Und hier bedarf es des gleichen strikten Controllings wie in allen Firmen. Deshalb wundert sich die Leiterin der Verbraucherberatung auch nicht über ihren Bestseller, das Haushaltsbuch. Fast 100 Exemplare sind in den letzten Monaten für 5,80 Euro das Stück im Gnadenort 3-5 verkauft worden.

Energieberater Volker Mahlich ist in diesen Tagen ein gefragter Mann. Kaum kündigt DEW21 nach der Erhöhung des Gaspreises zum 1. Juli um knapp 10 Prozent die zweite Preisrunde ab Oktober im deutlich höheren zweistelligen Bereich an, stehen die Ratsuchenden bei ihm Schlange. Wechseln? Nur wohin? Seit 2004 hat sich der Ölpreis verdoppelt, und das Gas ist ans Öl gekoppelt.

Der tägliche Blick auf die Tankstellen-Preise verschlägt uns seit Monaten die Sprache. Wer nicht schnell genug an die Zapfsäule fährt, zahlt ein paar Minuten später vielleicht schon bis zu 7 Cent pro Liter mehr.

Wir wollten uns persönlich ein Bild von der Lage in Dortmund machen und befragten Passanten in der Fußgängerzone. Schnell stellten sich drei Grund-Probleme heraus: Besonders die Erhöhung von Lebensmittel-, Energie- und Benzinpreisen belastet die meisten Haushalte schwer. "Wir fahren fast ausschließlich mit Bus und Bahn. Sprit ist ja nicht mehr zu bezahlen", sagt Kurt Sube.Neue Rekorde im Duschen

Spartipps? Da hat jeder seine eigenen Ideen und Konzepte. Einige stellen beim Duschen neue Rekordzeiten auf oder beschränken sich auf namenlose Artikel. Wieder andere verzichten auf eine "teure Freundin", die einem das Geld aus der Tasche ziehe.

Aber nicht alle sind bereit, auf alle Annehmlichkeiten im Leben zu verzichten, so wie Tanja Rüdiger. Sie beansprucht lieber öfter ihr Fahrrad und leistet gleichzeitig auch etwas für ihre Gesundheit sowie die Umwelt, als nicht mehr in den Urlaub zu fahren. "Der ist einfach wichtig!", sagt sie.

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