Wohnen ist in Dortmund erneut teurer geworden

rnMieten und Immobilienpreise

Ob Kauf oder Miete – seit zehn Jahren gibt es bei den Preisen auf dem Wohnungsmarkt nur eine Richtung: nach oben. Doch in einem Segment scheint sich in Dortmund eine Preisobergrenze abzuzeichnen.

Dortmund

, 19.05.2020, 16:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Bielefeld verteuerten sich Eigentumswohnungen im vergangenen Jahr um 9 Prozent, in Köln um 8 und in Essen um 7 Prozent. Während die Preise für Wohnimmobilien in Nordrhein-Westfalen im zehnten Jahr in Folge von teils deutlichen Wertsteigerungen gekennzeichnet sind, steigen die Preise in Dortmund leicht unterdurchschnittlich.

Aber sie steigen. Die Preise für Einfamilienhäuser haben im vergangenen Jahr um 5,7 Prozent zugelegt. Eigentumswohnungen verzeichnen eine Preissteigerung von 2,3 Prozent. Das ist sogar deutlich unter dem Landesschnitt.

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Dies geht aus dem Preisspiegel NRW-Wohnimmobilien 2020 des Immobilienverbands Deutschland, IVD West, hervor. Stichtag für die Datenerhebung war der 29. Februar 2020.

Konsolidierung bei Eigentumswohnungen

„Die Entwicklung im Segment Eigentumswohnungen ist von einer Konsolidierung geprägt“, erläutert Klaus Spieker, Vorstandsmitglied des Immobilienverbands Deutschland, IVD West. Der Dortmunder Immobilienunternehmer führt dies auf die teils überdurchschnittlichen Steigerungen in den Vorjahren zurück.

„Besonders im Neubau-Erstbezug nähern wir uns offensichtlich einer gewissen Preisobergrenze an“, so Spieker. Hier lag der Quadratmeterpreis zum Stichtag der Datenerhebung bei 4.400 Euro (+ 1 %). Die günstigsten Eigentumswohnungen im Dortmunder Norden kosten im einfachen Bestand hingegen lediglich 925 Euro pro Quadratmeter (+3 %).

Bei den Einfamilienhäusern sieht die Situation etwas anders aus. Mit einer Preissteigerung von 5,7 Prozent liegt die Ruhrmetropole aber auch hier

noch unter dem NRW-Mittel (6,8 %). Die Preise für Baugrundstücke sind mit einem Plus von 2,7 Prozent nur moderat gestiegen.

Mieten weniger als im Landesdurchschnitt gestiegen

„Und auch die Mieten sind in unserer Stadt weniger stark gestiegen als im Landesschnitt – und zwar um 3,6 Prozent gegenüber 4 Prozent in ganz NRW“ , sagt Spieker.

Er gibt die Netto-Kaltmiete für eine Wohnung aus dem Bestand in mittlerem Wohnwert mit 7,10 Euro an. Die Spitzenmieten liegen bei 12,50 Euro, in einfachen Altbauwohnungen wird hingegen lediglich ein Mietzins von 5,85 Euro verlangt.

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Der IVD-Makler kennt die Story hinter jedem seiner Verkäufe und jeder Vermietung: „Die nackten Zahlen geben nicht wieder, wie teilweise auch 2019 und bis heute gerade-zu leidenschaftlich um einzelne Altobjekte nicht nur an Spitzen-Standorten, sondern auch in durchschnittlichen Lagen, gekämpft wurde. Ursache ist, dass das Angebot hier bei weitem nicht die Nachfrage abdeckt.“

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