Wohnungen und Kita außer Gefahr: Hier liegt kein Kokerei-Abfall

Neue Wohnungen

Ein Dortmunder fürchtet Schadstoffe aus Kokerei-Betriebszeiten im Boden unter einem Neubaugebiet in Huckarde. Die RAG-Montan-Immobilien GmbH gibt zumindest teilweise Entwarnung.

Huckarde

, 10.01.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
An der Fuchteystraße entstehen drei neue Mehrfamilienhäuser.

An der Fuchteystraße entstehen drei neue Mehrfamilienhäuser. © Carolin West

An der Fuchteystraße in Huckarde wird neu gebaut. Nach Startschwierigkeiten sollen die drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 24 Wohnungen im August dieses Jahres fertiggestellt werden.

Unweit des Neubaugebietes steht die Kita „Abenteuerland“. Ein Anwohner, der seinen Namen nicht nennen möchte, zeigte sich deshalb besorgt. „Der Boden, auf dem gebaut wird, könnte kontaminiert sein“, sagte er im Gespräch mit der Redaktion. „Viele Huckarder würde es interessieren, ob dort Bodenproben genommen wurden.“

Die benachbarte Kokerei Hansa habe in den 1950er-Jahren auf dem Grundstück an der Fuchteystraße ihre Abfallprodukte entsorgt. Dort stand allerdings seit den 1960er-/1970er-Jahren eine Wohnanlage für Obdachlose, die später für Flüchtlinge genutzt wurde.

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Grundstück gehörte nie der RAG

Erst 2010 wurde diese abgerissen, danach lag das Grundstück jahrelang brach. Trotzdem gibt es zeitliche Überschneidungen zwischen dem Kokerei-Betrieb und der Zeit vor der Wohnanlage.

Stephan Conrad kann als Pressesprecher der RAG-Montan-Immobilien GmbH Entwarnung geben. „Die Grundstücke an der Fuchteystraße sind niemals in RAG-Eigentum gewesen“, sagt er. „Nur die Flächen auf der anderen Straßenseite der Emscherallee gehörten früher der RAG.“

Ob andere Unternehmen dort Abfälle abgeladen haben, könne er jedoch nicht beantworten. Die Stadt Dortmund bestätigt allerdings, dass bei den Bodenproben im Neubaugebiet keine „kokereitypischen Abfälle“ gefunden worden seien.

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