"Wunschkinder" werden rar

Adoptionszahlen

DORTMUND In Dortmund gibt es immer weniger Adoptiv-Kinder. 2001 gab‘s in der Stadt noch 56 Adoptionen, 2008 waren es lediglich 29. Die Gründe sind vielfältig.

von Von Ulrike Böhm-Heffels

, 19.07.2009, 22:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Babys sollen in Zukunft auch von homosexuellen Paaren adoptiert werden dürfen.

Babys sollen in Zukunft auch von homosexuellen Paaren adoptiert werden dürfen.

  „Es kommt oft zu einer Absage“, weiß Jutta Krampe. Warum? „Wir haben immer mehr Zwei- bis Sechsjährige, die ihre eigene Geschichte mit in die neue Familie bringen. Dann erleben Eltern die Defizite und Traumata von Kindern aus problematischen Ursprungsfamilien.“ Die Probleme liegen nicht selten in einer Drogenabhängigkeit der leiblichen Mutter oder im Gewaltbereich. Eine strikte Altersgrenze bei den Adoptionswilligen gebe es nicht, betont Krampe, macht aber klar: „Wir wollen keinen 60-jährigen Adoptivvater, sondern gute Bedingungen für das Kind. Es soll Eltern haben, die sehen, wie es aufwächst.“

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