XXL-Adventskalender ist schon wieder Geschichte

Dortmunder Weihnachtsmarkt

Im vergangenen Jahr feierte der XXL-Adventskalender auf dem Weihnachtsmarkt mit viel Brimborium Premiere, eine Neuauflage wird es 2017 nicht geben. Dafür haben die Veranstalter eine Alternative geschaffen.

DORTMUND

, 26.09.2017, 16:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Den Container-Kalender wird‘s nicht mehr geben.

Den Container-Kalender wird‘s nicht mehr geben.

In drei Monaten ist Weihnachten Schnee von gestern, doch schon in einem Monat wächst das Fest auf dem Hansaplatz heran. Am 24. Oktober wird dort der Grundstein gelegt für den größten Weihnachtsbaum der Welt. Schnee von gestern ist in diesem Jahr auch der Adventskalender aus dem letzten Jahr. Für ihn gibt‘s aber Ersatz.

Keine Genehmigung

Der Koloss aus übereinander gestapelten See-Containern, aufgestellt an der Kampstraße, überzeugte optisch nicht die meisten Besucher. Beklagt wurde auch, dass der Container-Kalender den Blick auf die Petri-Kirche verstellt. Für ein erneutes Aufstellen gab’s keine Genehmigung, heißt es aus Kreisen des Veranstalters. 

In diesem Jahr spielt sich das tägliche Türchen-Öffnen zugunsten des Vereins Kinderlachen in einem anderen Rahmen ab: An der Kampstraße wird eine fünf Meter hohe und sechs Meter breite Kasperle-Puppenbühne aufgebaut, auch in Form eines Adventskalenders. Neben mehreren Vorstellungen täglich ab Weihnachtsmarktbeginn, lüftet sich der Vorhang im Dezember zusätzlich um 18 Uhr für eine gute Tat für den Verein Kinderlachen. Letztes Jahr kam so ein Gegenwert von 260.000 Euro für die Kinderprojekte des Vereins zusammen.

Feiert der Ball sein Comeback?

Wieder auftauchen könnte ein Ball, der Weihnachten 2011 die Gemüter in Dortmund erhitzte. In der Euphorie der ersten Deutschen Fußballmeisterschaft unter Dortmunds Ex-Trainer Jürgen Klopp träumten die Baum-Erbauer von einem großen, beleuchteten Ball auf der Spitze des Baums, anstatt des bekannten Posaunen-Engels. Der Ball wurde gefertigt, landete aber nie auf der Spitze des 45 Meter hohen Fichten-Gestecks. Er erlebte nur einen glamourösen Auftritt beim Reinoldimahl im Mai 2015 unter der Decke der Bürgerhalle im Rathaus.

Dortmund träumt von der Herbstmeisterschaft

Seither verstaubt die Stahl-Kugel im Lager vom Gerüstbauunternehmen Weise, das Jahr für Jahr den Weihnachts-Riesen auf dem Hansaplatz errichtet. Nun wird über eine andere Verwendung für den Ball nachgedacht, wohl eher jenseits des vorweihnachtlichen Geschehens und unabhängig davon, dass die ganze Stadt von der Herbstmeisterschaft träumt.

Übrigens: Wenn am 23. November der 119. Dortmunder Weihnachtsmarkt öffnet, sind viele Reisebusse in Holland startklar: Von den neuen 50.000 Flyern in drei Sprachen hat nur ein niederländischer Reiseveranstalter 700 Werbeblätter bestellt.

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