Zahl der Brandeinsätze in Dortmund seit 2016 erheblich gestiegen

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Die Dortmunder Feuerwehr hat erste Daten aus ihrem aktuellen Jahresbericht veröffentlicht. Die Gesamtzahl der Einsätze ist fast gleich geblieben - doch es gab offenbar auffallend viele Brände.

Dortmund

, 16.04.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Dortmunder Berufsfeuerwehr hat aktuell 1066 Mitarbeiter. Hinzu kommen 336 Nachwuchsretter der Jugendfeuerwehr und 1329 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr. „168 Mitarbeiter sind rund um die Uhr im Dienst“, heißt es in einem Auszug aus dem neuen Jahresbericht.

9 Feuer- und Rettungswachen gibt es in Dortmund, außerdem 19 Wachen der Freiwilligen Feuerwehr. Mehr als 350 Einsatzfahrzeuge stehen den Rettungskräften zur Verfügung. Im Durchschnitt wurde im Jahr 2019 in der Einsatzleitstelle der Feuerwehr alle 3 Minuten und 27 Sekunden ein Einsatz registriert.

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Feuerwehr und Rettungsdienst zählten damit im vergangenen Jahr insgesamt 152.021 Einsätze - das waren 33 mehr als im Vorjahr. 92 Prozent aller Einsätze sind dem Rettungsdienst zuzuschreiben. Die Zahl der Notfallrettungen ist leicht zurückgegangen: Exakt 97.425 Einsätze bedeuten 398 weniger als im Vorjahr.

Ein deutlicher Anstieg ist in den vergangenen Jahren aber bei den Brandeinsätzen zu sehen. Fast 3000 Mal wurden Feuerwehrleute in Dortmund wegen Bränden alarmiert - es waren 97 Einsätze mehr als im Jahr 2018 und sogar 24 Prozent mehr Einsätze als noch im Jahr 2016. „Leider verstarben 2019 drei Personen bei Wohnungsbränden“, teilt die Feuerwehr mit.

Ganz zu Beginn des Jahres sind am 9. Januar 2019 ein 51-jähriger Mann aus der Gartenstadt und dessen 84-jährige Mutter ums Leben gekommen. Am 10. Februar ist ein 53-Jähriger außerdem in Aplerbeck bei einem Wohnungsbrand gestorben.

Eine fundierte Begründung, weshalb die Zahl der Brandeinsätze so angestiegen ist, ist Feuerwehr-Sprecher Andreas Pisarski nicht bekannt. „Möglicherweise hängt es aber mit der Installation von Heimrauchmeldern zusammen, dass die Feuerwehr öfter alarmiert wurde“, sagt er. Wie häufig es sich bei der Einsatzzahl um Fehlalarm handelte, ist aktuell unbekannt.

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Ganz besonders viele Menschen sind betroffen, wenn Unwetter über die Stadt herfegen. Obwohl im März 2019 das Sturmtief Eberhard seine Spuren in Dortmund hinterließ, sank die Anzahl der Unwettereinsätze auf 495 - das sind 285 weniger als im Ausnahme-Vorjahr 2018. Die Zahlen aus den drei Jahren davor schwanken zwischen 113 und 401.

„Welche Auswirkungen der Klimawandel in den nächsten Jahren mit sich bringt, bleibt abzuwarten“, heißt es von der Feuerwehr: Das Sturmtief Sabine bescherte den Dortmunder Einsatzkräften im Februar 2020 allerdings schon mal 230 Unwettereinsätze.

Der gesamte Feuerwehr-Bericht soll im Mai erscheinen

Der komplette Bericht der Jahresbilanz für 2019 ist erst noch in Arbeit und soll im Mai erscheinen. Dann will die Feuerwehr nähere Informationen zu ihrer Arbeit im vergangenen Jahr mitteilen.

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