Zank um Zigarettenautomaten – Siedler-Protest wird gehört

rnKampf gegen „aggressive Skulptur“

Der neue Zigarettenautomat in ihrer Siedlung ist eine aggressive Skulptur, sagen Bövinghauser Bürger. Er muss sofort wieder weg, fordern sie. Nun gibt es eine erste Reaktion.

Bövinghausen

, 22.08.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Bewohner der Zechensiedlung Kolonie Landwehr haben schon einiges unternommen, um den jüngst aufgestellten Zigarettenautomaten vor ihrer Haustür so schnell wie möglich wieder loszuwerden: Sie sammelten Unterschriften gegen die „aggressive Skulptur“ und verschickten Hilferufe an Landes- und Bundespolitiker.

Der Automat auf der Wiese an der Jupiterstraße zerstöre das Siedlungsbild und verführe ihre Kinder zum Rauchen – so lauten die Argumente der Siedler. Die Wohnungsgesellschaft Vonovia als Verantwortliche sieht keinen Handlungsbedarf.

Gesundheitsminister Jens Spahn hat noch nicht geantwortet, dafür aber die Landtagsabgeordnete Anja Butschkau. Sie sei zwar nicht die richtige Ansprechpartnerin, schreibt sie, wolle den Siedlern aber gerne helfen.

Bürger sollen noch einmal das Gespräch mit Vonovia suchen

Weil die westliche Jupiterstraße nicht unter Denkmalschutz steht, sei die Vonovia grundsätzlich berechtigt gewesen, den Automaten hier aufzustellen. Sie empfiehlt den Bürgern, noch einmal das Gespräch mit der Vonovia zu führen – am besten gemeinsam mit den zuständigen Rats- und Bezirksvertretern. Sollte dieser Versuch scheitern, so Butschkau, werde sie sich persönlich für eine Kompromiss-Lösung engagieren.

Anwohnerin Vera Steinborn will den Vorschlag umsetzen, für das Gespräch aber auch Anneke Lamot von der Unteren Denkmalbehörde hinzuziehen. „Sie hat bestimmt eine Idee, wo dieser Zigarettenautomat aufgestellt werden könnte, ohne das ästhetische Empfinden der gesamten Nachbarschaft zu stören.“

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