Zeche in Dortmunder Restaurant geprellt? Cathy Hummels soll 1000 Euro zahlen

Ehefrau von Ex-BVB-Profi

Nach einer Geburtstagsfeier 2015 in Dortmund soll Cathy Hummels die Rechnung nicht bezahlt haben. Vor dem Amtsgericht München kam es zum Prozess. Das Urteil dürfte Hummels nicht gefallen.

Dortmund

, 18.01.2019, 13:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zeche in Dortmunder Restaurant geprellt? Cathy Hummels soll 1000 Euro zahlen

Cathy Hummels ist von einem Gericht in München wegen einer Geburtstagsfeier in einem Dortmunder Restaurant zur Zahlung von 1000 Euro verurteilt worden. © picture alliance/dpa

Ihren Geburtstag hat Cathy Hummels, die Ehefrau des damaligen BVB-Kapitäns Mats Hummels, am 31. Januar 2015 in einem Dortmunder Restaurant gefeiert. Die Rechnung über 1006,40 Euro soll sie nicht bezahlt haben. Das geht aus dem Urteil des Amtsgerichts München hervor, das unserer Redaktion vorliegt.

Das „Endurteil“ wurde bereits im November gefällt: Hummels muss die Rechnung zahlen, plus Zinsen. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig, denn Hummels steht die Möglichkeit offen, in Berufung zu gehen.

Die Aussagen widersprechen einander komplett

Hummels will die Rechnung noch am Abend der Feier in voller Höhe bezahlt haben. Der Geschäftsführer des Restaurants, dessen Name aus dem anonymisierten Urteil nicht hervorgeht, sagte dagegen aus, das Geld nie erhalten zu haben.

Das Restaurant schickte Hummels im März 2015 eine Rechnung. Hummels zahlte nicht - denn sie habe ja bereits am Abend der Feier gezahlt, wie sie aussagte. Sein Urteil begründete der Richter so: „Streitig ist in diesem Verfahren allein die Frage, ob die Beklagte an diesem Abend den Rechnungsbetrag in bar beglichen hat oder nicht. [...] Für das Gericht [...] steht weiterhin fest, dass eine der beiden Seiten das Gericht in dreister Weise belogen und zu täuschen versucht hat.“

Die Urteilsbegründung beweist (unfreiwilligen) Humor

Kurioser Zusatz in der Urteilsbegründung: Daher habe das Gericht mit einer Strafanzeige ein Ermittlungsverfahren ausgelöst, das jedoch wieder eingestellt wurde, weil die Staatsanwaltschaft entschieden hatte, kein Ermittlungsverfahren einzuleiten.

Dazu heißt es mit möglicherweise ungewollter Komik: „Das Ermittlungsverfahren erbrachte keine weiterführenden Erkenntnisse, was angesichts des Umstandes, dass faktisch gar keine Ermittlungen durchgeführt wurden, auch nicht überraschen kann.“

Das Gesetz ist in diesem Fall nicht auf Hummels Seite

Letztendlich stehe Aussage gegen Aussage und das Gericht könne keiner Seite einen „erhöhten Beweiswert“ zuordnen. Laut Gesetz muss in so einem Fall die Beklagte beweisen, dass sie gezahlt hat. Da Hummels das vor Gericht nicht gelang, muss sie nun zahlen, wenn nicht eine mögliche Berufungsverhandlung das Urteil widerruft.

Cathy Hummels konnten wir trotz mehrfacher Bemühungen bisher nicht für eine Stellungnahme erreichen.

Zuvor hatte die Bild-Zeitung über den Prozess berichtet.

Aktualisierung 15 Uhr: Das Management von Cathy Hummels reagiert auf unsere Anfrage mit dieser Info: „Cathy äußert sich dazu nicht, ein Prozess läuft hier noch.“ Da der Amtsgerichts-Prozess abgeschlossen ist, ist das ein Hinweis darauf, dass Hummels beim Landgericht München in Berufung gehen will.

Lesen Sie jetzt
Casting-Show

Dortmunder "Germany's next Topmodel"-Anwärterin ist Schwägerin in spe eines BVB-Profis

"Germany's next Topmodel" will in diesem Jahr die 19-jährige Dortmunderin Catharina Maranca werden. Ihr Freund ist Fußballprofi und hat einen noch prominenteren Bruder beim BVB. Von Lukas Wittland

Lesen Sie jetzt