Zehnmonatiger Hirsch-Q-Prozess endet

Hintergrund

Nach zehnmonatiger Prozessdauer werden am Mittwoch die Urteile um den Neonazi-Überfall auf das linke Szene-Lokal "Hirsch-Q" gesprochen. Neonazi-Gegner haben eine Demo vor dem Landgericht angemeldet. Bei dem bekanntesten Angeklagten steht jetzt schon fest, dass er ins Gefängnis muss.

DORTMUND

30.04.2014, 09:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zehnmonatiger Hirsch-Q-Prozess endet

Die linke Bar "Hirsch-Q" ist 2010 überfallen worden.

Den neun angeklagten Dortmunder Neonazis wird vorgeworfen, im Dezember 2010 die linke Kneipe "Hirsch-Q" angegriffen zu haben. Dabei gab es Schläge, Tritte und Messerstiche. Zentrales Beweismittel sind die Videoaufzeichnungen einer Überwachungskamera. Eine Gutachterin hatte die Angeklagten darauf erkannt und und ihre Beteiligung an dem Überfall als sehr wahrscheinlich oder sogar höchst wahrscheinlich bezeichnet. Insgesamt hat die Staatsanwaltschaft drei Gefängnisstrafen, fünf Bewährungsstrafen und einen vierwöchigen Dauerarrest nach dem Jugendstrafrecht beantragt.

Rund um das Landgericht an der Kaiserstraße wird der Trubel heute groß sein: Das Dortmunder Blockade-Bündnis "BlockaDO" hat für heute um 17 Uhr vor dem Landgericht eine Kundgebung angemeldet, die zur „Hirsch Q“-Kneipe an der Brückstraße führt. Die Demo wird wahrscheinlich der Auftakt einer Serie von Aktionen sein, die das Bündnis rund um die Neonazi-Demos in Westerfilde heute Abend und morgen Mittag plant. "BlockaDO" plant, im Anschluss an die Hirsch-Q-Demo direkt weiter nach Westerfilde zu fahren. Einen entsprechenden Aufruf verbreitete das Bündnis in der Nacht zu Mittwoch.

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