Zeitplan, Kosten, neue Angebote: Der Hoeschpark-Umbau ist gestartet

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Ein Ort für Sport und Freizeit ist der Hoeschpark schon jetzt. Die Anziehungskraft soll bald noch wachsen. Mit einem Millionenprogramm wird der Park weiter ausgebaut. Der Start ist erfolgt.

Dortmund, Nordstadt

, 11.11.2020, 13:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

Glorreiche Zeiten hat der Hoeschpark in Dortmund schon erlebt. 1941 als Werks- und Betriebssportanlage von Hoesch am Rande der Westfalenhütte entstanden gilt er als Heimat des BVB, nach dem Zweiten Weltkrieg drehten Radsport-Asse ihre Runden auf der Freiluft-Radrennbahn. Bis zu 1,2 Millionen Besucher lockte der Hoeschpark damit Mitte der 1950er Jahre an.

Künftig will man zumindest ein wenig an diese alten Zeiten anknüpfen. Mit 5 Millionen Euro wird der Hoeschpark sportlich fit gemacht, um zum Freizeit- und Erholungsort nicht nur für Nordstadt-Anwohner zu werden.

Großes Sportangebot

Sportlich war und ist der Hoeschpark natürlich schon immer. Heute kicken auf diversen Sportplätzen Vereins- und Freizeitfußballer, Leichtathleten trainieren, es gibt eine Tennisanlage und das Freibad Stockheide. Die alte Radrennbahn hat sich in eine Baseball-Anlage verwandelt, nebenan gibt es ein Feld für American Football.

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Auch Jogger und Boule-Spieler nutzen die grüne Oase im Borsigplatz-Viertel. Der Hoeschpark, sagt Bernd Kruse von den städtischen Sport- und Freizeitbetrieben als „Hausherr“, „ist ein Sport- und Freizeitpark mit überregionaler Bedeutung“.

Fördermittel der EU

Schon im Rahmen des Urban-II-Nordstadt-Programms wurde vor mehr als 10 Jahren in die Erneuerung der Anlagen investiert. Jetzt wird noch einmal eine Schüppe draufgelegt. 5 Millionen Euro stehen zur Verfügung, die zu 90 Prozent von EU, Bund und Land getragen werden. „Die Stadt selbst muss nur 500.000 Euro beitragen“, bilanziert Susanne Linnebach als Leiterin des Amtes für Stadterneuerung.

Jetzt rollen die Bagger: Planer und Vertreter der Verwaltung gaben den Startschuss für den Umbau des Hoeschparks.

Jetzt rollen die Bagger: Planer und Vertreter der Verwaltung gaben den Startschuss für den Umbau des Hoeschparks. © Oliver Volmerich

Gemeinsam mit den Planern der Büros SHA aus Dortmund und nsp aus Hannover, Planungsdezernent Ludger Wilde und Bernd Kruse von den Sport- und Freizeitbetrieben unternahm sie am Dienstag (10.11.) den symbolischen ersten Spatenstich. Jetzt rollen die Bagger. Und das relativ schnell. Denn die Bauarbeiten müssen nach den Vorgaben der EU-Förderung bis Ende 2021 beendet sein.

Herzstück des erweiterten Sportangebots ist ein rot asphaltierter Rundkurs in Form einer 8, Loop genannt, den verschiedene Sportstationen säumen. Dazu gehören eine Kletterwand, Fitness-Stationen, Sprintstrecken, Basketballflächen und ein Schaukelhain für Kinder.

Der aktuelle Plan für den Hoeschpark mit dem 1,5 Kilometer langen „Loop“ (rot markiert).

Der aktuelle Plan für den Hoeschpark mit dem 1,5 Kilometer langen „Loop“ (rot markiert). © Visualisierung Stadt Dortmund

Ein weitere zentraler Baustein ist der Umbau der alten Do-Bo-Villa und des Tennisheims. Sie sollen künftig bessere Umkleidemöglichkeiten für Sportler aber auch Gemeinschaftsräume bieten, die für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt werden können. Südlich der Do-Bo-Villa soll zudem ein Ort mit Gastronomie entstehen, in den Plänen wird er „Roter Platz“ genannt.

Der Denkmalschutz, der für Teile des Parks gilt, spielt dabei immer eine Rolle. „Wir wollen den Charakter des Parks nicht verändern, sondern wollen ihn weiterentwickeln“, betont Architekt Christoph Helbich vom Büro SHA, das auch schon für die Planung des BVB-Trainingszentrums in Brackel die Pläne geliefert hat.

Entwicklung der Nordstadt

Noch Zukunftsmusik sind die Sanierung des Freibads Stockheide und ein neuer Park-Eingang im Osten. Er liegt dann an der Hoeschallee, der geplanten neuen Straßenverbindung über die Westfalenhütte. Der Hoesch-Park sei ein wichtiges Element des „grünen Rings“, der rund um die neugestaltete Westfalenhütte entstehen soll, erklärte Ludger Wilde.

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Er stellte die Erneuerung des Hoeschparks auf eine Stufe mit anderen wichtigen Projekten zur Entwicklung der Nordstadt wie der Speicherstraße am Hafen und des nördlichen Bahnhofsumfelds. „Ziel ist, die Nordstadt insgesamt attraktiver zu machen“, sagte Susanne Linnebach.

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