Zentrale Liefersorgen

Zentral gelegen ist das Lokal «Op de Tenne» von Bozena Wisniewska an der Hansastraße in jedem Fall. Verkehrsgünstig nur bedingt. Denn schon bei der Anlieferung von Waren gibt es Ärger.

02.07.2007, 19:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Problem: Vor der urigen Kneipe liegt die Einfahrt zur Tiefgarage Hansaplatz. Und eine Reihe von drei Behindertenparkplätzen. Auf einem davon stand Bozena Wisniewska am 1. Juni, um zwei Getränkekisten und Lebensmittel aus dem Kofferraum ihres PKW in das sechs Meter entfernte Lokal zu bringen. Am Ende prangte ein Knöllchen, an der Windschutzscheibe des PKW - wegen missbräuchlicher Nutzung des Behinderten-Parkplatzes. «Es gibt aber keine andere Anliefermöglichkeit für mich», ärgert sich die Wirtin, die betont, keine drei Minuten für das Ausladen gebraucht zu haben. So dokumentiere es auch die amtliche Verwarnung, die den Verkehrsverstoß für die Zeit von 10.10 bis 10.13 Uhr bescheinigt.

Im Ordnungsamt bewertet man den Fall freilich anders. Die Mitarbeiterinnen seien durchaus angewiesen, ein paar Minuten abzuwarten, bevor eine Verwarnung ausgesprochen wird, erklärt Werner Leiding als Leiter der Verkehrsüberwachung. Das habe die Politesse vor Ort nach eigenen Angaben auch getan - und über längere Zeit kein Be- und Entladen festgestellt. Womit Aussage gegen Aussagen steht - und am Ende das Amt gewinnt, wenn es um die Beurteilung des Widerspruchs geht. Grundsätzlich wolle man Gewerbetreibende natürlich nicht behindern, betont Leiding. Und so drücke man durchaus schon einmal ein Auge zu, wenn Anwohner- oder Behinderten-Parkplätze zum offensichtlichen Be- und Entladen genutzt werden. Nur schnell muss es gehen. Denn die Großzügigkeit dürfe man natürlich nicht ausnutzen. Oli

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