Zoll nimmt acht Menschen in Warenlager fest - empfindliche Strafe droht

Illegale Beschäftigung

Als Zollbeamte ein Warenlager in Dortmund betreten, flüchten mehrere Menschen. Am Ende stehen acht Festnahmen. Dem Arbeitgeber drohen wegen illegaler Beschäftigung bis zu 500.000 Euro Bußgeld.

Dortmund

22.09.2021, 15:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zoll nimmt acht Menschen in Warenlager fest - empfindliche Strafe droht

© picture alliance/dpa

Bei der Überprüfung eines Warengroßlagers in Dortmund durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Dortmund sind am Dienstag (21.9.) insgesamt acht Menschen festgenommen worden. Das geht aus einer Pressemitteilung des Zolls hervor.

Als die Zollbeamten das Lager in Brackel betraten, hätten mehrere Menschen das Gebäude fluchtartig verlassen, um sich der Kontrolle zu entziehen. In der Nähe der Halle habe man dann jedoch fünf Menschen aus der Ukraine angetroffen, auf die die Beschreibung passte – während der Kontrolle traf man auf drei weitere Menschen.

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Einen gültigen Aufenthaltstitel, den sie fürs Arbeiten in Deutschland benötigt hätten, besaßen sie laut Mitteilung nicht – sie wiesen sich nach Angaben des Zolls nur mit ukrainischen Reisepässen sowie polnischen Visa aus.

Vier Frauen (21, 29, 32, 47) sowie drei Männer (39, 43, 49) seien vorläufig festgenommen worden. Ein 23-jähriger flüchtiger Arbeitnehmer, dessen ukrainischen Reisepass man zuvor sichergestellt hatte, habe sich später gestellt.

Empfindliche Strafe droht

Strafverfahren wegen des Verdachts auf illegalen Aufenthalts wurden eingeleitet – wie es mit dem Verbleib der Festgenommenen weitergeht, entscheidet die Ausländerbehörde. Auch gegen den Arbeitgeber wurden mehrere Verfahren eingeleitet – es drohen bis zu 10 Jahre Haft und ein Bußgeld bis zu 500.000 Euro ist möglich.

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