Zug um Zug durch die Nacht

Besuch in der ICE-Werkstatt der Bahn

Es ist die Quelle und die Mündung des Bahnverkehrs: Am ICE-Werk an der Werkmeisterstraße gehen um 21 Uhr die Lichter an. Arbeitsbeginn für 500 Bahnarbeiter. Das Werk setzt jede Nacht 25 ICE instand, wartet und reinigt sie. Wir haben die Bahnarbeiter bei ihrer Nachtschicht begleitet und erfahren, was es heißt, gegen die Zeit zu arbeiten.

DORTMUND

, 28.07.2017, 15:39 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach der täglichen Fahrt kommen die Inter-City-Expresse aus dem Bereitstellungsbereich Münster, Dortmund und Essen nach und nach zurück in das ICE-Werk. In zwei großen Hallen à 250 und 350 Meter können fünf Hochgeschwindigkeitszüge parallel geprüft und gewartet werden.

Bei Ankunft rollen die Züge über die Radsatzmessung. Eine automatische Kontrolle, die das Profil der Reifen prüft. Mit einem Ultraschall prüft der Industriemechaniker die Achsen. Besteht auch nur der Verdacht eines Risses, muss die gesamte Achse sofort ausgetauscht werden. Ein Arbeitsaufwand von drei Stunden.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Eine Nachtschicht im Fernverkehrswerk in Dortmund

Nacht für Nacht inspizieren, reparieren und reinigen über 90 Mitarbeiter im Fernverkehrswerk der Deutschen Bahn AG 25 ICE-, IC- und EC-Züge, damit sie am nächsten Morgen wieder sicher und sauber startklar sind. Wir haben eine Nachtschicht mit der Kamera begleitet.
28.07.2017
/
Fertigungsmeister Torben Genau vor einem von 25 ICE, die das Team des Fernverkehrswerks an der Werkmeisterstraße in Dortmund Nacht für Nacht wartet.© Foto: Peter Bandermann
Blick in das Fernverkehrswerk der Deutschen Bahn AG in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Blick in das Fernverkehrswerk der Deutschen Bahn in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Einer von 25 ICE, die nachts im Dortmunder Fernverkehrswerk auf dem Prüfstand stehen.© Foto: Peter Bandermann
Über Arbeitsbühnen und Rampen erreichen die Teams die Züge, um sie von außen und innen warten zu können.© Foto: Peter Bandermann
Ein Mitarbeiter tauscht eine defekte Toilette aus.© Foto: Peter Bandermann
Blick unter einen ICE.© Foto: Peter Bandermann
Arbeitsplatz unter Gleisen. In den nächsten Minuten fährt hier ein ICE ein.© Foto: Peter Bandermann
Die Nachtschichten stellen die ICE so bereit, dass sie startklar sind.© Foto: Peter Bandermann
Nachtarbeit im Bordbistro: Ein Mitarbeiter des Fernverkehrswerks in Dortmund repariert eine Kaffeemaschine.© Foto: Peter Bandermann
Innenleben einer Kaffeemaschine aus dem Bordbistro: Die Nachtschicht repariert alles.© Foto: Peter Bandermann
Blick in das Fernverkehrswerk in Dortmund: Nacht für Nacht stehen hier 25 ICE auf dem Prüfstand.© Foto: Peter Bandermann
Der Triebkopf eines ICE im Fernverkehrswerk Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Einer von fünf Arbeitsständen, auf denen die Züge wärhend der Wartungsarbeiten stehen.© Foto: Peter Bandermann
Blick auf einen von fünf Arbeitsständen.© Foto: Peter Bandermann
Imposante Ansichten im Fernverkehrswerk der Bahn Dortmund: Die Züge wirken auf den Arbeitsständen viel größer als in den Bahnhöfen.© Foto: Peter Bandermann
Ein ICE auf einem von fünf Arbeitsständen - pro Nachtschicht arbeiten über 90 Mitarbeiter in und an den Zügen.© Foto: Peter Bandermann
Ein Mitarbeiter arbeitet an einem ICE in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Blick unter einen von 25 ICE, die Nacht für Nacht in Dortmund gewartet werden.© Foto: Peter Bandermann
Ein Rad unter einem Triebwagen eines ICE.© Foto: Peter Bandermann
Im Cockpit eines ICE.© Foto: Peter Bandermann
Ein Mitarbeiter überprüft die Bordelektronik eines ICE.© Foto: Peter Bandermann
Funktionstests in einem ICE-Cockpit. Nacht für Nacht überprüfen Spezialisten die Elektronik an Bord.© Foto: Peter Bandermann
Blick in das Fernverkehrswerk in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Sieht aus wie ein Bahnsteig, ist aber die Anlage für die ICE-Innenreinigung in dem Dortmunder Werk.© Foto: Peter Bandermann
Auch die Innenreinigung erfolgt in einer Nachtschicht: Ein Mitarbeiter bereitet einen Staubsauger für den Einsatz im ICE vor.© Foto: Peter Bandermann
"Wir reinigen, bitte nicht einsteigen": Die Saubermänner und -frauen der Deutschen Bahn haben eine Stunde Zeit, um eine ICE startklar zu machen.© Foto: Peter Bandermann
Zwei ICE während der Innenreinigung am Fernverkehrswerk der Deutschen Bahn in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Blick in das Fernverkehrswerk der Deutschen Bahn AG in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Blick in das Fernverkehrswerk der Deutschen Bahn AG in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Blick in das Fernverkehrswerk der Deutschen Bahn AG.© Foto: Peter Bandermann
Blick in das Fernverkehrswerk der Deutschen Bahn AG.© Foto: Peter Bandermann
Blick in das Fernverkehrswerk der Deutschen Bahn AG.© Foto: Peter Bandermann
Blick in das Fernverkehrswerk der Deutschen Bahn AG.© Foto: Peter Bandermann
Blick in das Fernverkehrswerk der Deutschen Bahn AG in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Blick in das Fernverkehrswerk der Deutschen Bahn AG in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Blick in das Fernverkehrswerk der Deutschen Bahn AG in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Hohlwellen neben einem ICE: Das sind die Achsen unter den Zügen.© Foto: Peter Bandermann
Ein ICE-Triebkopf.© Foto: Peter Bandermann
Blick in das Fernverkehrswerk der Bahn in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Mitarbeiter an einem Arbeitsplatz, der per Ultraschall das Material überprüft.© Foto: Peter Bandermann
Kurze Pause in der Nachtschicht.© Foto: Peter Bandermann
Ein Arbeitsstand im Fernverkehrswerk. Hier fahren Nacht für Nacht die Züge ein.© Foto: Peter Bandermann
Blick in das Fernverkehrswerk der Deutschen Bahn AG in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Blick in das Fernverkehrswerk der Deutschen Bahn AG in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Blick in das Fernverkehrswerk der Deutschen Bahn AG in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Blick in das Fernverkehrswerk der Deutschen Bahn AG in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Blick in das Fernverkehrswerk der Deutschen Bahn AG in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Einer von 25 ICE der Deutschen Bahn nachts im Fernverkehrswerk in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Einer von 25 ICE der Deutschen Bahn nachts im Fernverkehrswerk in Dortmund.© Foto: Peter Bandermann
Teamarbeit unter hohem Zeitdruck: Die Spezialisten des Fernverkehrswerks in Dortmund müssen Präzisionsarbeit leisten und die Züge auf die Minute genau bereitstellen.© Foto: Peter Bandermann
Ein Team kurz vor der Innenreinigung eines ICE. Die Männer haben dafür eine Stunde Zeit© Foto: Peter Bandermann
Ein Mitarbeiter bereitet die Innenreinigung eines ICE mit einem Staubsauger vor.© Foto: Peter Bandermann
Ein Mitarbeiter während der Innenreinigung eines ICE.© Foto: Peter Bandermann
Ein Mitarbeiter während der Innenreinigung eines ICE.© Foto: Peter Bandermann
Fertigungsmeister Torben Genau vor einem von 25 ICE, die das Team des Fernverkehrswerks an der Werkmeisterstraße in Dortmund Nacht für Nacht wartet.© Foto: Peter Bandermann
Im Cockpit eines ICE.© Foto: Peter Bandermann
Volker Poppenreuter leitet das Fernverkehrswerk der Deutschen Bahn in Dortmund. Eine Nachtschicht nimmt hier 25 Züge unter die Lupe.© Foto: Peter Bandermann
Werksleiter Volker Poppenreuter unter einem von 25 ICE, für die sein Team wie in jeder Nacht nur wenige Stunden Zeit hat.© Foto: Peter Bandermann
Schlagworte

„In den vergangenen zehn Jahren hat es bei uns im Werk keinen einzigen Riss gegeben. Dennoch müssen wir die Achse sofort austauschen, sobald auch nur der Verdacht eines Risses besteht“, sagt der Werksleiter Volker Poppelreuter. 

Eine lange Fehlersuche gibt es nicht im Werk. Spült die alte Toilette nicht richtig, kommt sie raus und die neue rein. 95 Prozent der Ersatzteile sind ständig auf Lager. „Wir haben einen Null-Fehler-Anspruch bei uns im Werk. Kein Zug geht hier mit einem Fehler raus. Auch nicht mit einer kaputten Kaffeemaschine“, sagt Poppelreuter.

Die Reinigung dauert eine gute Stunde

Im zweiten Teil der Nachtschicht werden die Züge gereinigt. Viel Zeit bleibt den Reinigungskräften nicht. Eine gute Stunde, dann müssen die Triebzüge sauber sein. Sechs bis sieben Mitarbeiter betreten auf Kommando den Zug, sammeln den Müll ein, entleeren den Toilettenbehälter, waschen schmutzige Wände ab und saugen den Boden.

Alle paar Tage fahren die Züge in die Waschanlage, einen Bahnhof weiter in Scharnhorst. Um sechs Uhr morgens, kurz nach Sonnenaufgang, ist die Nachtschicht beendet. Die letzten Züge werden wieder auf Reisen geschickt.

Jetzt lesen

Das Dortmund-Update

Der News-Podcast von Ruhr Nachrichten und Radio 91.2 - jeden Freitag bestens informiert. Jetzt hier, bei Spotify, Apple Podcasts oder Deezer hören.

Dortmund am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter Über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Lesen Sie jetzt