Zuglärm in Huckarde: Grünen-Politiker im Streit um nächtlichen Güterverkehr

Bahnlärm

Güterzüge rattern über Strecken, die früher S-Bahnen vorbehalten waren. Dazu erreichten diese Redaktion Zuschriften der Grünen in Mengede und Huckarde. Einig sind sich die Politiker nicht.

Huckarde

, 04.10.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zuglärm in Huckarde: Grünen-Politiker im Streit um nächtlichen Güterverkehr

Um den Zuglärm des Güterverkehrs durch Huckarde ist ein Streit ausgebrochen. © Oliver Berg/dpa

Sind Güterzüge eine Lärmbelästigung oder eine klimafreundliche Alternative zum LKW-Verkehr? Nach dem Bericht über Bahn-Anwohner, die den nächtlichen Lärm nicht mehr ertragen wollen, erreichten uns zwei Zuschriften. Eine von Jürgen Utecht, der die Grünen in der Bezirksvertretung (BV) Mengede vertritt, und eine von Hasan Eker, Ex-Mitglied der Grünen-Fraktion in der BV Huckarde. Sie bewerten das Problem gegensätzlich.

Jürgen Utecht hält die Beschwerde für unzulässig: „Güterzüge verkehren auf Eisenbahnstrecken, um Güter von A nach B zu bringen. Dazu werden für den allgemeinen Verkehr gewidmete Gleise benutzt, die durchaus durch Wohngebiete führen. Die Strecke durch Huckarde wurde 1878 eröffnet, wer dort wohnt, kam also nach der Eisenbahn.“ Er fragt, ob es den Betroffenen wohl besser gehen würde, wenn statt der vier Güterzüge pro Stunde 100 Lastkraftwagen „durch die Schlaglöcher vor ihrem Haus scheppern“.

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Lärm macht krank

Die Huckarder Grünen dagegen haben für die kommende Sitzung der Bezirksvertretung eine Anfrage vorbereitet. Hasan Eker stellt den Lärmschutz klar in den Vordergrund. Schon „im Zusammenhang mit der KV-Anlage und dem Verkehrslärm durch die Lkw wurde uns und unserem Protest kaum Gehör geschenkt“, sagt er. „Bei mir steht immer die Gesundheit der Menschen an erster Stelle. Und dass Lärm krank macht, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich bewiesen.“ Ob beispielsweise ein Lärmschutzwall errichtet werden könnte, soll nun in der BV Huckarde besprochen werden.

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