Coronaschutz- und Impfgegner protestieren wieder - hier ein Archivbild. © Oliver Schaper (A)
Corona

Zwei Autokorsos plus Demo: In Dortmund drohen Verkehrsbehinderungen

Coronaschutz- und Impfgegner wollen ihren Protest gegen die Corona-Maßnahmen und die Impfungen mal wieder auf die Straße tragen - und zwar gleich mehrfach. Es ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

Was die Informationen zum Protest der sogenannten Querdenken-Bewegung angeht, ist die Polizei in Dortmund sehr zurückhaltend, um keine Gegenproteste auf den Plan zu rufen. Sie bestätigt aber auf Nachfrage, dass die Coronaschutzgegner, Coronaleugner und Impfgegner zwei Autokorsos für Freitag (8.10.) angemeldet haben.

Autofahrer müssen mit Beeinträchtigungen im Verkehr rechnen. „Es werden sehr viele Straßenzüge betroffen sein“, teilt Polizeisprecherin Kristina Purschke mit. Die Veranstalter selbst haben für einen der Autokorsos eine Streckenlänge von 38 Kilometern angegeben.

Start am Remydamm

Nach Informationen dieser Redaktion wird der Autokorso mit dem Motto „Niemand darf Eltern erpressen, ihre Kinder impfen zu lassen“ sich um 18 Uhr auf dem Parkplatz E2 am Remydamm versammeln und um 19 Uhr starten. Von dort geht es laut Polizei über die südliche Innenstadt in den Dortmunder Norden und weiter in Richtung Dortmunder Osten.

Zeitgleich startet an selber Stelle ein zweiter Autokorso, der durch die Innenstadt in die südlichen Stadtteile führen soll.

Wegen der beiden Autokorso-Demonstrationen kann es im Bus- und Stadtbahnverkehr zu Einschränkungen kommen. Darauf weist das Verkehrsunternehmen DSW21 seine Fahrgäste hin. Informationen und die aktuelle Fahrplanauskunft: auf www.bus-und-bahn sowie in der DSW21-App.

Schweigeminute mit Grablichtern

Bei beiden Autokorsos wollen die Organisatoren auch für eine weitere Demo-Veranstaltung am Sonntag (10.10.) mit gleichem Tenor werben. Motto: „Kinder lächeln ohne Angst“. Start ist um 15 Uhr am Hansaplatz. Der Aufzug soll durch die Innenstadt führen und von einem Musikwagen begleitet und von einer Zwischenkundgebung unterbrochen werden, heißt es im Telegram-Kanal.

Nach den bisherigen Beobachtungen der Polizei sind bei den derartigen Versammlungen häufig auch viele auswärtige Teilnehmer anwesend, die die Großstadt Dortmund als Plattform nutzen. Vereinzelt seien auch gewaltbereite Personen aus Dortmund der Szene zuzurechnen, so die Polizei.

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Stellvertretende Leiterin der Dortmunder Stadtredaktion - Seit April 1983 Redakteurin in der Dortmunder Stadtredaktion der Ruhr Nachrichten. Dort zuständig unter anderem für Kommunalpolitik. 1981 Magisterabschluss an der Universität Bochum (Anglistik, Amerikanistik, Romanistik).
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Gaby Kolle