Zwei mal der gleiche Unfall – dabei fordern Politiker hier schon lange Tempo 30

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Zwei Unfälle an zwei Tagen – und das an derselben Stelle. Ursache war jeweils überhöhte Geschwindigkeits, sagt ein Dortmunder Lokalpolitiker. Dabei fordert die SPD dort schon lange Tempo 30.

Huckarde

, 28.11.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am 18. November (Montag) und am 19. November (Dienstag) ist jeweils ein Auto von der Straße abgekommen. Das Ende der Rutschpartie: Bahngleise. Verletzt wurde in beiden Fällen niemand.

„Aufgenommen haben wir nur den Vorfall am 18. November“, sagt Polizei-Pressesprecher Gunnar Wortmann. „Ein Auto hatte sich in den Straßenbahnschienen festgefahren.“

Im zweiten Fall sei der Autofahrer dann vermutlich selbstständig wieder von den Gleisen an der Haltestelle Huckarde Abzweig gefahren. Der SPD-Bezirksvertreter Stefan Keller hat beide Vorfälle beobachtet.

SPD beantragte 2018 Tempo 30

„Ich war jeweils auf dem Weg zu einer Veranstaltung“, erklärt er. „Da habe ich am Montag und Dienstag die Unfälle beobachtet.“ Beide Autos seien augenscheinlich zu schnell unterwegs gewesen.

Ein Ärgernis für Keller, denn die SPD Huckarde hat bereits im November vergangenen Jahres Tempo 30 an dieser Stelle gefordert. Auf der Straße Hülshof sowie der Huckarder Straße sei das sinnvoll, heißt es in dem Antrag (12.11.2018).

Zwischen der Kreuzung Huckarder Straße/Allensteinerstraße/Franziusstraße und der Bahnunterführung sollten Autofahrer statt 50 km/h nur noch 30 km/h schnell fahren dürfen, so die SPD.

Radarkontrollen müssen sein

Doch nicht nur Tempo-30-Schilder sollen den Verkehr an der Huckarder Straße regeln. „Die Beschilderung soll mit dem Hinweis ‚Radarkontrolle‘ versehen werden“, fordern die SPD-Politiker.

Regelmäßige Verkehrskontrollen sollen die Einhaltung des Tempolimits überprüfen. Schließlich bergen bei Tempo 50 insbesondere die Bahnunterführung und der Bereich der Haltestelle Abzweig Huckarde Gefahren. „Das zeigen ja die Unfälle“, sagt Stefan Keller.

Doch nicht nur die Gefährdung der Autofahrer treibt die Huckarder SPD-Politiker um. „Die marode Huckarder Straße insbesondere in Fahrtrichtung Mengede führt zu einer entsprechenden Lärmbelästigung.“

Die Stadt rührt sich nicht

Trotz des Antrages von 2018, der diese Gründe aufführt, sei jedoch bislang nichts passiert. Stefan Keller hofft, dass das Thema nach den Unfällen erneut auf den Tisch kommt.

„Von einer Häufung an Vorfällen können wir an dieser Stelle nicht sprechen“, sagt Polizei-Pressesprecher Gunnar Wortmann. Zudem seien die Vorfälle von Mitte November insofern keine Unfälle als es weder Personen- noch Sachschäden gebe.

„Aber es ist schon kurios, dass so kurz hintereinander zwei Mal das Gleiche passiert ist“, sagt Stefan Keller. Eine Anfrage unserer Redaktion an die Stadt Dortmund, ob Tempo 30 an der Straße Hülshof und an der Huckarder Straße wieder oder noch ein Thema ist, läuft.

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