Am Sonntag fuhr die Querdenken-Bewegung auch mit einem Autokorso durch Dortmund. © Oliver Schaper
Wall-Sperrung

Zwei Querdenken-Versammlungen für Montag in Dortmund angemeldet

Gleich zwei Demonstrationen mit hunderten Teilnehmenden hat die Querdenken-Bewegung für Montag in Dortmund angemeldet. Für eine muss am Abend der Wall gesperrt werden.

Für Montag (10. Januar) sind in Dortmund zwei Versammlungen der Querdenken-Bewegung angemeldet. Das bestätigt die Polizei Dortmund auf Nachfrage. Beide Anmeldungen gelten für den gleichen Zeitraum. Für eine von beiden muss der Wall streckenweise gesperrt werden.

Demonstrationen auf dem Friedensplatz und dem Hansaplatz

Zum einen sei für den Zeitraum 17.45 Uhr bis 20.30 Uhr eine Demonstration mit 500 Teilnehmenden angemeldet, die vom Friedensplatz einmal im Uhrzeigersinn um den Wall und zurück auf den Friedensplatz führen soll, so die Polizei. Für diese Versammlung müsse voraussichtlich ab 18 Uhr abschnittsweise der Wall gesperrt werden.

Für die gleiche Zeit sei außerdem eine Standkundgebung mit ebenfalls 500 Teilnehmenden auf dem Hansaplatz angemeldet – von einer anderen Person, die ebenfalls der Querdenken-Bewegung zuzuordnen sei, so die Polizei.

Weniger Teilnehmende als am Sonntag erwartet

Anders als bei einer ähnlichen Versammlung am Sonntag hat die Stadtverwaltung am Montag den Zug über den Wall nicht aus infektionsschutzrechtlichen Gründen untersagt.

Vor der Demo am Sonntag habe es Erkenntnisse gegeben, die auf eine Teilnehmendenzahl von mehr als 750 Personen schließen ließen. Ab dieser Zahl sieht die Coronaschutz-Verordnung bei Versammlungen 3G-Kontrollen und Maskenpflicht vor, die der Versammlungsanmelder stichprobenartig prüfen muss.

Für die Demonstration am Montag werde mit einer deutlich geringeren Teilnehmendenzahl gerechnet, so dass keine weiteren infektionsschutzrechtlichen Auflagen gefordert werden müssen.

Stadtverwaltung hatte Sonntag Zug über den Wall untersagt

Die Versammlung am Sonntag fand nach dem Verbot des Gangs um den Wall kurzzeitig auf dem Hansaplatz statt. Dort kam es auch durch eine Person zu einem Aufruf zu angeblichen „Spaziergängen“. Dies wurde jedoch durch die Polizei verhindert, ein entsprechendes Strafverfahren läuft.

Die Kundgebung am Montag sei nach Kooperationsgesprächen der Polizei mit den Veranstaltern bewusst in eine Standkundgebung und einen Aufzug unterteilt worden, so die Stadtverwaltung.

Gegendemonstration

Für Montag ist laut der Polizei auch eine Gegendemonstration von der „Partei“ angemeldet worden. Sie soll von 18 bis 21 Uhr mit etwa 100 Teilnehmenden auf dem Platz der Deutschen Einheit stattfinden. Auch die Autonome Antifa hat zu Gegendemonstrationen aufgerufen.

Die Polizei Dortmund hat angekündigt, die Demonstration von Querdenken wie auch in der Vergangenheit eng zu begleiten und die Einhaltung aller Auflagen zu kontrollieren.

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Redaktion Dortmund
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Bastian Pietsch

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