Ein Schnelltest im Corona-Drive-In an den Westfalenhallen © Oliver Schaper
Coronavirus-Pandemie

Zwei Rekorde bei Dortmunder Corona-Zahlen: Inzidenz macht großen Sprung

Zwei Corona-Rekorde am Freitag: Die Inzidenz für Dortmund macht einen großen Sprung und erreicht ein neues Allzeit-Hoch. Auch bei den neuen Infektionsfällen wird ein Negativ-Rekord gebrochen.

Der Blick auf die Dortmunder Corona-Zahlen, die das Robert-Koch-Institut jede Nacht aktualisiert, fällt am Freitag (3.12.) traurig aus: Gleich zwei Negativ-Rekorde tauchen in der Statistik auf.

Neue Rekordwerte bei Inzidenz und Neuinfektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz macht von Donnerstag auf Freitag einen großen Sprung. 12,8 Punkte mehr bedeuten einen neuen Rekordwert: 284,7. Der Grund für den Anstieg sind 381 neu gemeldete Covid-19-Infektionsfälle.

291 von diesen führt das RKI als am Donnerstag (2.12.) gemeldet auf. Zudem wurden für Mittwoch (1.12.) 91 nachgemeldete Neuinfektionen erfasst. Damit weist die Statistik für diesen Tag nun 363 Fälle aus – ebenfalls ein neuer Rekordwert.

Alten Spitzenwert sehr deutlich übertroffen

Der alte Spitzenwert war erst vor wenigen Tagen erreicht worden (307 am 25.11.) – auch hier mit einer Verzögerung. Der zeitliche Versatz ergibt sich aus dem Meldeprozedere: Nicht immer erreichen die von den Gesundheitsämtern gemeldeten Neuinfizierungen das RKI an dem Tag, an dem sie entdeckt wurden. Nachmeldungen gibt es sehr regelmäßig.

Trotz der neuen Rekordwerte: Weitere Todesfälle sind laut RKI nicht hinzugekommen – es bleibt bei 434 Menschen, die in Dortmund mit oder ursächlich an einer Covid-19-Infektion gestorben sind.

Nach Angaben der Stadt ist die Zahl der Corona-Infizierten damit seit Beginn der Pandemie auf 41.382 gestiegen. 37.715 Menschen gelten als genesen. Aktuell sind 3.233 Menschen in Dortmund mit dem Virus infiziert und 2.587 Menschen in Quarantäne.

65 Covid-Kranke werden stationär im Krankenhaus behandelt, 18 davon auf der Intensivstation, darunter 13 mit Beatmung.

Neue Corona-Regeln beschlossen

Um die aktuelle Corona-Welle zu brechen, haben Bund und Länder sich am Donnerstag auf neue Corona-Maßnahmen geeinigt. In Dortmund sind von den strengeren Regeln über 80.000 ungeimpfte Menschen ganz besonders betroffen.

Beispielsweise dürfen Ungeimpfte nur noch in Geschäften des täglichen Bedarfs einkaufen – der Dortmunder Handel hatte das bereits deutlich kritisiert. Clubs und Discos in Dortmund dürfen zunächst geöffnet bleiben – für sie gilt eine Inzidenz von 350 als Richtwert.

Auch für Großveranstaltungen gelten neue Beschränkungen, was die Zuschauerzahl angeht – betroffen davon ist auch das Bundesliga-Spitzenspiel BVB – Bayern am Samstag.

Über die Autorin
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1983 im Münsterland geboren, seit 2010 im Ruhrpott zuhause und für die Ruhr Nachrichten unterwegs. Ich liebe es, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und vor allem: zuzuhören.
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Jessica Will

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