Zwei Tunnel in Dortmund unter Verdacht

Bilfinger Berger

DORTMUND Die Untersuchungen nach dem Pfusch beim U-Bahn-Bau in Köln und Düsseldorf sind jetzt auch in Dortmund angekommen. Auf der Suche nach Tunnel-Baustellen, bei denen die Firma Bilfinger Berger dabei gewesen ist, mussten die Stadtbahn-Bauer jedoch tief ins Archiv steigen.

von Von Oliver Volmerich

, 25.02.2010, 05:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Doppelröhre für die B236 unter Berghofen ist eine von zwei Tunnel-Baustellen, an der BilfingerBerger in Dortmund beteiligt war.

Die Doppelröhre für die B236 unter Berghofen ist eine von zwei Tunnel-Baustellen, an der BilfingerBerger in Dortmund beteiligt war.

Vielen wird das so genannte Baulos 26a noch (un)gut in Erinnerung sein. Denn es war mit Korruptionsvorwürfen u.a. gegen den damaligen Stadtdirektor Winfried Hinz verbunden. Anlass zur Sorge für alle, die heute mit der U46 durch den Tunnel rollen, besteht allerdings nicht, betont Stadtsprecher Udo Bullerdieck. Schließlich sei die Strecke schon seit 15 Jahren in Betrieb. Und es gebe keinerlei Hinweise auf Baumängel. Ohnehin habe man mit einer eigenen Bauaufsicht alle U-Bahn-Baustellen laufend begleitet und kontrolliert, betont auch der Leiter des Stadtbahnbauamtes Otto Schließler.

Ähnlich gelassen nimmt man beim Straßenbaubetrieb Straßen NRW die Tatsache, dass Bilfinger Berger am Tunnel für die B236, der im Juli 2008 eröffnet wurde, mitgebaut hat. Es habe eine gründliche Bauüberwachung und -abnahme gegeben. Zudem würden alle Tunnel regelmäßig inspiziert, erklärte Straßen.NRW-Sprecherin Ingrid Scholtz. Trotzdem werden jetzt die Bauakten gewälzt, um wie zuletzt in Düsseldorf möglichen Ungereimtheiten auf die Spur zu kommen. 

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