Zweite Demo gegen Thor-Steinar-Laden lockt knapp 150 Menschen an den Brüderweg

Umstrittene Marke

Ende August hat mit dem Bekleidungsgeschäft Tønsberg eine Filiale der bei Rechtsextremen beliebten Marke Thor Steinar in Dortmund eröffnet. Immer montags wird jetzt dagegen demonstriert.

Dortmund

, 09.09.2019, 19:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zweite Demo gegen Thor-Steinar-Laden lockt knapp 150 Menschen an den Brüderweg

Rund 150 Aktivisten demonstrierten am Montag (9.9.) im Brüderweg. © Kevin Kindel

Erneut gab es am Montag (9.9.) eine Protestaktion im Brüderweg in der Dortmunder Innenstadt: Aktivisten des Bündnisses Blockado demonstrierten gegen das Bekleidungsgeschäft Tønsberg, eine Filiale der bei Rechtsextremen beliebten Marke Thor Steinar.

Blockado-Sprecherin Iris Bernert-Leushacke kündigte bereits nach der ersten Protestaktion am 2. September an: „Wir werden jetzt jeden Montag hier stehen, bis dieser Laden Geschichte ist.“

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Mehr als 200 Menschen waren bei der ersten Protestaktion an den Brüderweg in der Innenstadt gekommen, um mitzuteilen, dass das Geschäft in Dortmund nicht gewünscht sei. Vor allem wollten die Organisatoren Anwohnern deutlich machen, wofür die neuen Nachbarn stehen.

Zweite Demonstration etwas ruhiger

Zur zweiten Demonstration am 9. September sind jetzt knapp 150 Menschen erschienen. Im Gegensatz zur ersten Protestaktion verlief die zweite Demo – eine Woche später – ruhiger.

Deutlich weniger Polizei vor Ort, keine Gegendemonstranten. Auch für Autofahrer gab es diesmal keine Beeinträchtigung. Die Straße war nicht gesperrt – die etwa 150 Demonstranten befanden sich auf dem Bürgersteig gegenüber dem Geschäft.

Zweite Demo gegen Thor-Steinar-Laden lockt knapp 150 Menschen an den Brüderweg

Nach dem Farb-Angriff auf das Geschäft in der vergangenen Woche, waren jetzt vier neue Farb-Flecken zu sehen. © Kevin Kindel

Auffällig allerdings: Nachdem es in der vergangenen Woche einen Farb-Angriff auf das Ladenlokal gegeben hatte, waren an diesem Montag vier neue große, gelbe Flecken zu sehen.

Der Besitzer des Gebäudes, in dem sich das Ladenlokal befindet, hatte sich nach der ersten Demonstration schockiert gezeigt. Er habe nicht gewusst, welche Kundschaft in dem neuen Geschäft zu erwarten war, sagte der Dortmunder gegenüber unserer Redaktion.

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