Zwischen diesen Fotos liegen drei Operationen

Porträtserie im Klinikum

Sie stehen stundenlang in Operationssälen, oft retten sie dabei Leben. Die Ärzte und Krankenschwestern des Klinikums Dortmund haben einen wichtigen Job - und einen extrem anstrengenden. Eine bemerkenswerte Foto-Ausstellung zeigt nun, was intensivste Arbeit am Menschen mit ihnen macht.

DORTMUND

, 10.03.2016, 19:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dienst: 7.40 bis 16 Uhr. Operationen in dieser Zeit: eine Stabilisierung der Kniescheibe, eine Herzklappen-OP, eine Wirbelsäulen-OP.

Dienst: 7.40 bis 16 Uhr. Operationen in dieser Zeit: eine Stabilisierung der Kniescheibe, eine Herzklappen-OP, eine Wirbelsäulen-OP.

Besucher der Haupthalle im Klinikzentrum Mitte an der Beurhausstraße stehen seit Donnerstag vor 28 Bildern von 14 Ärzten und Krankenschwestern. Die Fotos zeigen beeindruckend, was intensivste Arbeit am Menschen mit ihnen macht. Vor der Operations-Schicht und danach. Die Idee dazu hatte Tim Brederecke, Student der Fotografie an der Fachhochschule Dortmund.

Jedes seiner Bilder ist eine Suche und kann Spuren von Arbeit enthalten. Auf alle Fälle aber kein angestrengtes Lächeln in Zeiten von Selfies und Selbstdarstellung, sondern nur authentische, unverhohlene Blicke. So wie beim Klinikdirektor der Kinderchirurgie. Zwischen dem Bild von seinem Arbeitsbeginn und dem Porträt nach den langen Stunden im OP-Saal hatte er einen Säugling am Darm operiert. Filigranarbeit, höchste Konzentration. So wie bei einem schwierigen Eingriff an der Wirbelsäule, der ohne die OP-Schwester auch nicht denkbar gewesen wäre.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Vorher-Nachher-Bilder aus dem Klinikum Dortmund

Sie stehen stundenlang in Operationssälen, oft retten sie dabei Leben. Die Ärzte und Krankenschwestern des Klinikums Dortmund haben einen wichtigen Job - und einen extrem anstrengenden. Eine bemerkenswerte Foto-Ausstellung zeigt nun, was intensivste Arbeit am Menschen mit ihnen macht.
10.03.2016
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Dienst: 7.40 bis 16 Uhr. Operationen in dieser Zeit: eine Stabilisierung der Kniescheibe, eine Herzklappen-OP, eine Wirbelsäulen-OP.© Foto: Tim Brederecke
Dienst: 8.30 bis 13.30 Uhr. Operation in dieser Zeit: eine Morbus-Hischsprung-OP an einem Säugling - das ist eine angeborene Fehlbildung, die den Enddarm betrifft. Durch eine Störung in der Embryonalentwicklung fehlen in der Darmwand auf einem unterschiedlich langen, letzten Stück des Darms Nervenzellen. Bei der OP muss der Darmabschnitt, in dem keine Nervenzellen vorhanden sind, möglichst vollständig entfernt werden, anschließend wird der gesunde funktionierende Darm dann an das verbleibende kurze Stück des Enddarms angeschlossen.© Foto: Tim Brederecke
Dienst: 7.40 bis 16 Uhr. Operationen in dieser Zeit: Teilentfernung eines Dickdarmabschnitts, Gallenentfernung mit einem minimal-invasiven Eingriff durch die Bauchhöhle, Leistenbruch, Entfernung von einer Eiter-Ansammlung am Rektum.© Foto: Tim Brederecke
Dienst: 7.40 bis 16 Uhr. Operationen in dieser Zeit: eine Versteifung von mehreren Wirbeln an der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule, zwei Wirbelsäulen-OP.© Foto: Tim Brederecke
Dienst: 7.40 bis 16 Uhr. Operationen in dieser Zeit: künstliches Hüftgelenk, Gewebeprobe am Schienbein.© Foto: Tim Brederecke
Dienst: 7.40 bis 16 Uhr. Operationen in dieser Zeit: zwei künstliche Hüftgelenke, Fuß-OP, Stabilisierung einer Kniescheibe.© Foto: Tim Brederecke
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Klinikum-Sprecher Marc Raschke verzichtet bei dieser Dauerausstellung bewusst auf Namensnennung. Schließlich zeigen alle, egal ob Arzt oder Schwester, im täglichen, aufreibenden Arbeitsalltag, wie viel sie von ihrer Persönlichkeit aktiv einbringen für den Genesungsprozess der Patienten.

Tim Brederecke, der gerne Menschen vor seiner Kamera hat, will die Porträt-Reihe fortsetzen. Am liebsten bei Feuerwehr und Polizei.

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