100 Lippramsdorfer wehren sich gegen fünf Windräder

Vorrangzone I und II

100 Lippramsdorfer wehren sich per Unterschrift gegen neue Windräder im Ortsteil Freiheit. Auch die CDU hat ganz andere Vorstellungen als das Fachbüro Waterkamp/Freese.

LIPPRAMSDORF

von Von Elisabeth Schrief

, 27.09.2011, 14:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Windrad-Baustelle 2009 am Neuen Kamp: Anwohner äußern zunehmend Unmut wegen Lärms und Schattenwurfs.

Windrad-Baustelle 2009 am Neuen Kamp: Anwohner äußern zunehmend Unmut wegen Lärms und Schattenwurfs.

„Seit etwa einem Jahr regt sich bei den Anwohnern zunehmender Unmut“, sagt Dirk Büsing. In Zone II könnten fünf neue Windräder gebaut werden. Der CDU-Ortsverband unterstützt zwar die Einrichtung von Windvorrangzonen, fordert allerdings, diese zu verlagern und gleichzeitig die dauerhaften Belastungen auf ein akzeptiertes Maß zu reduzieren. Die Windvorrangzone I zwischen Dorf und Bundesstraße 58 sollte nach Ansicht der CDU gestrichen und dafür nördlich der Bundesstraße erweitert werden.

Zu geringe Abstandsflächen zu einzeln liegenden Gehöften und Wohngrundstücken, optische bedrängende Wirkung für das Dorf und unzumutbare Schallemissionen trägt die CDU als Gründe vor. Die Windvorrangzone II in der Freiheit wiederum rücke zu nah an die Siedlung Inselweg heran, sie sollte in den Norden verschoben werden. Grundsätzlich fordert die CDU, Windräder im Wald oder auf Truppenübungsplätzen zu genehmigen. Vorstellen kann sie sich ebenso eine interkommunale Windvorrangzone Haltern/Dorsten im Bereich der Großen Heide. Vorsitzender Walter Breuker geht mit seinem Vorstand noch einen Schritt weiter: „Zur Erhöhung der Akzeptanz sollte ein Bürgerwindpark im Planverfahren festgesetzt werden.“

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