1200 Kilometer lange Radtour für guten Zweck

Schweden halten in Haltern

31 schwedische Radfahrer machten am Montag auf ihrem 1200 Kilometer langen Weg von Malmö nach Paris einen Stopp in Haltern am See. Am Drügen Pütt sprachen sie darüber, warum sie so weit fahren. Und sie haben einen guten Grund.

HALTERN

, 06.07.2015, 17:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
1200 Kilometer lange Radtour für guten Zweck

Bei der Ankunft am Drügen Pütt waren die Radfahrer noch guter Dinge: Gegen 12.15 Uhr trafen die schwedischen Radfahrer vom Team Rynkeby am Montag in Haltern ein.

"Ich habe selbst einen kleinen Sohn", sagt Frederik Ekelund. "Als ich gesehen habe, was es bedeutet, wenn Kinder an Krebs erkranken, habe ich mir gesagt: Es ist an der Zeit, etwas zu tun!" Aus diesem Grund hat er sich der Benefiz-Radtour von Malmö nach Paris angeschlossen, die in diesem Jahr zum zweiten Mal in Haltern Station machte.

Montagmittag trafen die 31 schwedischen Radfahrer am Drügen Pütt ein. Hier fand die Mittagsverpflegung statt. Dafür hat das Team seine eigene Küchenmannschaft mit professioneller Ausstattung dabei. Hähnchen mit Parmesansoße und Beilagen stand auf dem Speiseplan.

Am Morgen war das Team Rynkeby, benannt nach einem schwedischen Safthersteller, in Osnabrück gestartet. Ziel der Tagesetappe war Moers. Aufgebrochen sind die Radfahrer - allesamt keine Vollprofis, einige sogar echte Anfänger - am 3. Juli im schwedischen Malmö. Am 10. Juli treffen sie am Ziel ihrer Rundfahrt in Paris ein. Insgesamt 1200 Kilometer haben sie dann bewältigt. Die gestrige Etappe führte über eine Strecke von 170 Kilometern.

Einige Wochen Training

"Wir haben schon einige Wochen vorher trainiert", sagt Patric Freudenthal, der Vize-Teamkapitän. Mit ihrer Rundfahrt unterstützen die Schweden ein Kinderkrankenhaus in der Nähe von Malmö, in dem krebskranke Kinder behandelt werden.

Zahlreiche schwedische Unternehmen sponsern die Tour, ihr Logo begleitet die Fahrer auf ihrer Rundfahrt. Dafür unterstützen sie die Tour mit meist fünfstelligen Beträgen. Das Geld, ebenso wie der Erlös aus weiteren Aktionen, die das Team durchführt, kommt den erkrankten Kindern und ihren Familien zugute. Insgesamt waren sechs Radfahr-teams am Freitag in Malmö aufgebrochen, die unterschiedliche Strecken zurücklegen. "Wir sind am Krankenhaus gestartet, haben uns dort von den Kindern verabschiedet", sagt Patric Freudenthal. Mit der Fähre ging es dann nach Travemünde, von wo aus der Tross zu den weiteren Etappen startete.

Gestern freuten sich alle Teilnehmer über die angenehmen Temperaturen und die schöne Landschaft des Münsterlandes. Frederik Ekelund fielen besonders die Inschriften an den historischen Fachwerkbauten entlang der Strecke auf. "Man sieht aus dieser Perspektive einfach viel mehr, als von der Autobahn aus", sagt er.

Arm gebrochen

Auf der vorherigen Etappe hatten die Fahrerinnen und Fahrer nicht nur mit dem Wetter zu kämpfen: Bei einem Unfall brach sich leider eine Teilnehmerin den Arm. Alle hoffen, dass sie den Rest der Strecke unfallfrei absolvieren. Jürgen Wolter

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