1591 Menschen ließen sich für Kevin typisieren

Erfolgreiche Aktion

Die Typisierungsaktion für den an Blutkrebs erkrankten 22-jährigen Kevin aus Hamm-Bossendorf war ein voller Erfolg. 1591 Menschen ließen sich am Sonntag in der Haard-Klinik für eine Stammzell-Spende registrieren.

HALTERN

, 21.06.2015, 19:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Wir sind überwältigt. Wir hätten nicht gedacht, dass so viele Menschen kommen, die Kevin helfen wollen“, sagte sein Vater Horst. Damit steigt bei ihm und seiner Frau auch wieder die Hoffnung, einen passenden Spender für ihren Sohn zu finden.

Schon kurz vor Beginn der Aktion um 11 Uhr bildete sich eine 30 Meter lange Schlange vor dem Veranstaltungssaal. Darin warteten insgesamt 50 sogenannte Datenerfasser und noch mal so viele Ärzte und Krankenschwestern auf die vielen Menschen, die sich für eine Typisierung Blut abnehmen lassen wollten.

Spender aus Düsseldorf

Eine von ihnen war Lisa Kastner. Sie und ihre Freundin Hannah Vickermann waren extra aus Düsseldorf angereist. „Wir haben Kevin auf einer Geburtstagsfeier eines gemeinsamen Freundes kennengelernt. Und als wir von seiner Erkrankung gehört haben, wollten wir sofort helfen“, sagte Lisa Kastner.

Ihr Blut nahm der Halterner Internist Dr. Uwe Behn ab. Auch er war völlig überrascht davon, wie viele Menschen gekommen waren. Denn er war zuerst von dem Standort Haard-Klinik nicht überzeugt. „Doch der Schnittpunkt zwischen Haltern, Marl und Oer-Erkenschwick hat sich als hervorragend herausgestellt“, so der Halterner Arzt. Für ihn war es eine Selbstverständlichkeit, an einem sonst freien Sonntag in Fließbandarbeit Blut abzunehmen. „Schließlich ist es für einen guten Zweck.“

Viele Programmpunkte

Auch wenn es unpassend in diesem Zusammenhang klingen mag, herrschte aber wirklich Volksfeststimmung auf dem Klinik-Gelände. Das lag vor allem am Rahmenprogramm, das von vielen Freiwilligen übernommen wurde: Es spielten die Bands „12 Grad Ost“ und „Ampless“ vom Halterner Rockbüro sowie eine kleine Abordnung des „Rockorchester Ruhrgebeats“. Alle Bands spielten ohne Gage. Das Rockbüro hatte zudem die Soundanlage gestellt.

Kinder konnten sich zudem bunt schminken lassen, die Malteser sorgten für Kaffee, Würstchen und Salate. 150 Spender hatten zudem Kuchen gebacken und zur Verfügung gestellt.

Ob nun ein passender Spender für Kevin dabei war, müssen jetzt die Untersuchungen der Blutspenden zeigen. Die Ergebnisse sollen in vier bis sechs Wochen vorliegen, sagte Kevins Vater.

Wer am Sonntag keine Zeit hatte, sich typisieren zu lassen, kann das jederzeit bequem von zu Hause aus nachholen. Alle Infos dazu im Internet unter

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