200-Meter-Koloss soll 1800 Haushalte mit Energie versorgen

Windkraft in Haltern

Viereinhalb Jahre vergingen zwischen erster Planung und Aufbau. Jetzt ist das Windrad an der Bundesstraße 58 fast fertig. Am Wochenende zog ein selbstkletternder Turmkran die 13 Tonnen schweren Flügeln an die Nabe. Skeptische Anwohner verfolgten das Spektakel - und müssen sich demnächst keine Sorgen machen.

HALTERN

, 03.08.2014, 16:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
200-Meter-Koloss soll 1800 Haushalte mit Energie versorgen

Ein Fernglas war die optimale Ausrüstung, um die Anbringung der Flügel zu beobachten.

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Neues Windrad

Viereinhalb Jahre vergingen vom Start der Planung bis zur Fertigstellung: Seit dem Wochenende hat das neue 200 Meter hohe Windrad im Windpark Haltern-Lippramsdorf Flügel. Die Arbeiten an der Bundesstraße 58 wurden von zahlreichen Schaulustigen beobachtet.
03.08.2014
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Ein Fernglas war die optimale Ausrüstung, um die Anbringung der Flügel zu beobachten.© Foto: Elisabeth Schrief
Der Flügel nähert sich dem Ziel.
Der Flügel wird von innen verschraubt und gesichert.
Fast in Zeitlupe dockt der Flügel an die Narbe des Windrades an. Absolute Präzisionsarbeit ist zu leisten.
Der erste Flügel, er ist 13 Tonnen schwer und 56 Meter lang, auf dem Weg zur Spitze.
Der Flügel liegt in der Waagerechten, innerhalb von zwangzig Minuten wird er zur Spitze des Windturmes gezogen.
Spannende Augenblicke waren die, als der Kranführer den Flügel an die Narbe andockte. Fast ist es geschafft.
Der Flügel schnappt ein, die Arbeit ist gelungen.
Schaulustige fuhren zur Baustelle, um die Montage der Flügel live zu erleben.
Die drei Flügel für das Windrad wurden in der Nacht zu Freitag auf Schwertransportern nach Haltern gebracht.
Mitarbeiter steuern zusätzlich zum Kranführer mit Seilen den "Aufzug" des Flügels zur Spitze des Turms.
Schlagworte Haltern

Viereinhalb Jahre vergingen zwischen erster Planung und Aufbau. Die 3,2 Megawatt- Anlage, einen Kilometer von der Siedlung Bergbossendorf entfernt, hat eine Höhe von 200 Metern. Die Jahresproduktion reicht, um etwa 1800 Haushalte in Haltern zu versorgen. Die zehn Anteilseigner investieren 4,8 Millionen Euro. Skeptisch äußerten sich einige Zuschauer zur Nähe der Bundesstraße. „Gesetzlich vorgeschrieben ist ein Abstand zu Bundesstraße von 40 Metern, wir haben diese Abstandsfläche noch vergrößert“, beruhigt Markus Nolte Bedenkenträger. Auch die Gefahr von Eiswurf ist ausgeschlossen. „Wir haben eine Eis-Erkennungsanlage einbauen lassen, sobald diese Eis erkennt, schaltet sie das Windrad ab.“

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Neues Windrad

Viereinhalb Jahre vergingen vom Start der Planung bis zur Fertigstellung: Seit dem Wochenende hat das neue 200 Meter hohe Windrad im Windpark Haltern-Lippramsdorf Flügel. Die Arbeiten an der Bundesstraße 58 wurden von zahlreichen Schaulustigen beobachtet.
03.08.2014
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Ein Fernglas war die optimale Ausrüstung, um die Anbringung der Flügel zu beobachten.© Foto: Elisabeth Schrief
Der Flügel nähert sich dem Ziel.
Der Flügel wird von innen verschraubt und gesichert.
Fast in Zeitlupe dockt der Flügel an die Narbe des Windrades an. Absolute Präzisionsarbeit ist zu leisten.
Der erste Flügel, er ist 13 Tonnen schwer und 56 Meter lang, auf dem Weg zur Spitze.
Der Flügel liegt in der Waagerechten, innerhalb von zwangzig Minuten wird er zur Spitze des Windturmes gezogen.
Spannende Augenblicke waren die, als der Kranführer den Flügel an die Narbe andockte. Fast ist es geschafft.
Der Flügel schnappt ein, die Arbeit ist gelungen.
Schaulustige fuhren zur Baustelle, um die Montage der Flügel live zu erleben.
Die drei Flügel für das Windrad wurden in der Nacht zu Freitag auf Schwertransportern nach Haltern gebracht.
Mitarbeiter steuern zusätzlich zum Kranführer mit Seilen den "Aufzug" des Flügels zur Spitze des Turms.
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„WiKoNo“ hat die Option auf ein zweites Windrad, 600 Meter von Bergbossendorf entfernt. Eine definitive Entscheidung gibt es aber laut Markus Nolte noch nicht.

Auf der gegenüberliegenden Seite, auch an der B 58, hat die Windenergie-Gesellschaft WWU mit dem Bau eines weiteren Windrades begonnen. Ab heute werden die Betonfundamente gegossen, im September soll das Windrad schon Strom produzieren. Die Anlage wird „nur“ 150 Meter hoch. Für die Windvorrangzone Haltern-Lippramsdorf sind drei neue Anlagen vorgesehen. 

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