26-jähriger Halterner springt auf fahrenden Güterzug - Polizei warnt vor Lebensgefahr

Mit Video

In Gelsenkirchen ist ein 26 Jahre alter Mann aus Haltern auf einen fahrenden Güterzug aufgesprungen. Zeugen riefen die Polizei. Die Polizei warnt eindringlich vor solchen Aktionen.

Haltern

23.12.2019, 14:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
26-jähriger Halterner springt auf fahrenden Güterzug - Polizei warnt vor Lebensgefahr

Ein 26-jähriger Halterner ist in Gelsenkirchen auf einen fahrenden Güterzug aufgesprungen. © Bundespolizei

Am Samstagabend (21. Dezember) begab sich ein 26-jähriger Mann aus Haltern in Lebensgefahr. Er sprang im Gelsenkirchener Hauptbahnhof auf einen fahrenden Güterzug.

Gegen 19 Uhr hielten sich Einsatzkräfte der Bundespolizei anlässlich der Überwachung des Fanreiseverkehrs (Schalke - Leipzig) im Gelsenkirchener Hauptbahnhof auf.

Dabei konnten sie beobachten wie, ein 26-jähriger Mann aus Haltern am See auf einen durchfahrenden Güterzug sprang, um kurz darauf wieder zurück auf den Bahnsteig zu springen.

Daraufhin wurde er durch die Bundespolizisten überprüft. Anschließend wurde ihm die Lebensgefahr erklärt, in die er sich durch sein Verhalten begeben hatte. Der Güterzug fuhr zum Tatzeitpunkt zwar „nur“ etwas schneller als Schritttempo. Wäre der Mann jedoch abgerutscht und in die Gleise zwischen Zug und Bahnsteigkante gefallen, hätte er dabei sein Leben verlieren können.

Polizei leitet Strafverfahren gegen 26-jährigen Halterner ein

Der Mann aus Haltern zeigte sich einsichtig und entschuldigte sich mehrmals bei den Bundespolizisten. Die Tat wurde durch die Videoüberwachung im Hauptbahnhof aufgezeichnet. Gegen den 26-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei vor solch einem Verhalten:

  • Vorsicht an der Bahnsteigkante. Halten Sie sich auf dem Bahnsteig nicht unmittelbar an der Bahnsteigkante auf! Die weiße Sicherheitslinie auf dem Boden markiert den sicheren Abstand zur Bahnsteigkante. Übertreten Sie die Sicherheitslinie erst dann, wenn der Zug hält.
  • Züge durchfahren Bahnhöfe mit Geschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern. Durch den entstehenden Luftsog können unmittelbar an der Bahnsteigkante befindliche Gegenstände in Bewegung geraten.
  • Züge können Hindernissen nicht ausweichen und haben einen sehr langen Bremsweg.
  • Züge nähern sich fast lautlos. Ein elektrisch betriebener Zug - selbst mit über 200 Stundenkilometern - ist für das menschliche Ohr erst wahrnehmbar, wenn er bereits vorbeifährt!
  • Züge fahren auch außerhalb des ausgehängten Fahrplanes und können ein Gleis in beide Richtungen befahren.
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