30 Halterner singen bei Luther-Oratorium in Dortmund mit

Reformationstag

Es ist ein Projekt der tausend Stimmen. 30 kommen aus Haltern. Wenn das Pop-Oratorium „Luther“ am 31. Oktober in Dortmund Premiere feiert, sind die Sänger des Hullerner Chores „Aufwind“ mit dabei.

HALTERN

, 02.06.2015 / Lesedauer: 2 min
30 Halterner singen bei Luther-Oratorium in Dortmund mit

Insgesamt 3007 Menschen sollen am Ende in der Westfalenhalle in Dortmund gemeinsam das Musical ?Luther? von Michael Kunze und Dieter Falk aufführen. Aus Haltern nehmen 35 Sängerinnen und Sänger teil, die unter der Leitung von Matthias Garsche (rechts) angeleitet werden.

Als die erste Einladung zum Mitmachen eintraf, waren sie sofort begeistert von der Idee, mit über 100 anderen Chören an einem Projekt zu arbeiten. Es überzeugten die Botschaft des Oratoriums, die Luthers Kritik an der Rolle von Reichtum und Macht in den Mittelpunkt stellt, die Vielfältigkeit der Musikstücke und die Aussicht, mit Profis zusammenzuarbeiten.

Nach Ansicht von Matthias Garscher, der den Chor „Aufwind“ seit 1998 leitet, ist es den Machern von „Luther“ gelungen, das Anliegen des Kirchenrebellen in die Neuzeit zu übertragen. Es handele sich eben nicht um ein reines Historienspiel.

Proben haben begonnen

Die Halterner Sänger haben mit den Proben für die Mammutaufführung mit mehr als 3000 Sängern begonnen. Mitveranstalter sind die Evangelische Kirche von Westfalen und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD).

Ende April fand bereits eine erste gemeinsame Probe in Dortmund statt. „Was für eine Stimmung!“, stellten die Teilnehmer begeistert fest.

Über fünf Stunden

Neben dem Komponisten Dieter Falk und den Chordirigenten Matthias Nagel und Christoph Spengler standen auch der Librettist Michael Kunze und der Regisseur Andreas Gergen auf der Bühne. Mit Frank Winkels, der extra für die Probe aus Hamburg anreiste, konnten einige Songs zusammen mit dem Hauptdarsteller geprobt werden. Nach mehr als fünf Stunden Probe stand die Halle zu „Wir sind alle Gottes Kinder“.

Zur Welt-Uraufführung am 31. Oktober werden Orchester, Band und Solisten in der Westfalenhalle 1 dazukommen. Solange wird im eigenen Chor in der Heimatstadt fleißig weiter geprobt.

Mitgliederzuwachs

Den Reiz des Projekts mache natürlich auch aus, dass die beiden geplanten Aufführungen vor 10.000 Zuschauern stattfinden sollen, erklärte Matthias Garsche jetzt auf Anfrage.

Der Gruppe „Aufwind“ mit Sängern zwischen Anfang 30 und 60 Jahren hat die Arbeit an „Luther“ einen Zuwachs an Mitgliedern beschert. Alle sind fasziniert von der Idee dieses großen Musikprojekts mit christlichem Hintergrund. 

Lesen Sie jetzt