3,2 Millionen Tropfen auf heißen Stein

Haltern Die gute Nachricht hatte sich schon im vergangenen Jahr angedeutet, jetzt ist es sicher: Das Loch in der Haushaltskasse der Stadt war im Jahr 2006 um 3,2 Millionen Euro kleiner als prognostiziert.

05.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Statt befürchteter 19,8 Millionen Euro musste Bürgermeister Bodo Klimpel (Foto) nur 16,6 Millionen Euro auf die Soll-Seite der Stadt Haltern stellen. «Es freut mich, dass die Verwaltung den Konsolidierungsauftrag ernst nimmt», so Klimpels Reaktion. «Aber angesichts der finanzwirtschaftlich schwierigen Zeiten sind die gesparten 3,2 Millionen nur Tropfen auf den heißen Stein.»

Allein die gestiegenen Gewerbesteuereinnahmen spülten mit 7,7 statt 5,7 Millionen Euro zwei Millionen Euro mehr in den Säckel der Stadt. Die Verwaltung selbst gab 1,2 Millionen Euro weniger aus als geplant. «Das ist schon eine Menge, wenn man bedenkt, dass Haltern seit 14 Jahren im Nothaushaltsrecht feststeckt», erklärte Klimpel. Besonders erfreulich seien die Einsparungen beim städtischen Personal. «Denn hier mussten wir in letzter Zeit oft Kritik einstecken», so der Bürgermeister. Jetzt seien die Personalkosten mit mehr als 230 000 Euro - das entspricht vier bis fünf Stellen - der größte Sparposten unter den 1,2 Millionen Euro. «Unsere Mitarbeiter haben seit Jahren die Kostenseite fest im Griff und entdecken ständig neue Konsolidierungspotenziale», lobte Klimpel. Aber im vergangenen Jahr sei die Frage nach unaufschiebbaren Ausgaben deutlich konsequenter mit «Ja» beantwortet worden.

Eine dauerhafte Entschuldung ist laut Klimpel nicht aus eigener Kraft zu schaffen: «Wir brauchen die Gemeindefinanzgesetzreform. Denn die Städte selbst können nur kleine Schritte machen.» Sabrina Becker

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