70 Schüler aus Haltern nahmen an Klima-Demonstrationen teil

„Fridays For Future“

Auch Schüler aus Haltern haben am vergangenen Freitag bei den „Fridays For Future“-Demonstrationen in der Region teilgenommen. Dabei machten sie ihre Haltung in Sachen Klimapolitik deutlich.

Haltern

18.03.2019, 15:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
70 Schüler aus Haltern nahmen an Klima-Demonstrationen teil

Vier der insgesamt 70 Schüler aus Haltern, die bei den „Fridays For Future“-Demonstrationen mitgemacht haben.

„Das Klima - aussichtsloser als unser Mathe-Abi“, so lautete die Aufschrift eines Plakats, das eine Halterner Schülerin zu der „Fridays For Future“-Demonstration (FFF) in Recklinghausen mitgebracht hatte. Insgesamt haben rund 70 Schülerinnen und Schüler des Joseph-König-Gymnasiums an der Recklinghäuser Demonstration teilgenommen. Weitere Schüler waren in Köln, Münster oder Essen, um an den Demonstrationen dort teilzunehmen.

Die Schüler sahen sich dazu verpflichtet, am Welt-Klima-Tag an den Demonstrationen teilzunehmen. Sie wollen die Politiker damit zu einer Kehrtwende und einem Kohleausstieg vor 2030 auffordern. Warum die Jugendlichen dafür die Schule schwänzen? Es würde sonst keinen Politiker oder Lehrer interessieren und wenn man wirklich etwas erreichen wolle, müsse man so die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, sagten einige der Teilnehmer.

Nicht einfach nur Schule schwänzen

Trotz des Regens hatten sich in der Recklinghäuser Innenstadt bis zu 1000 Leute getroffen, die alle lauthals riefen: „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut.“ Die Reden, die am Marktplatz und neben dem Rathaus von einigen Schülerinnen und Schülern aus Recklinghausen und der Umgebung gehalten wurden, wurden laut bejubelt und beklatscht.

Sie würden nicht einfach nur schwänzen, wie viele Erwachsene behaupten, weil es „keinen Sinn macht, weil es mega regnet und weil der Stoff für die Klausuren fehlt“, wie einer der Halterner Schüler sagte. Ein weiterer Schüler bekräftigte das: „Man sieht ja, wie viel Aufmerksamkeit FFF dadurch bekommen hat, dass wir im Unterricht fehlen, und wenn man sich dafür halt in den Regen stellen muss, statt im Unterricht zu sitzen, dann ist das halt einfach mal so.“

Jugendliche Organisatoren waren überwältigt

Die meist noch jugendlichen Organisatoren waren von der Stimmung und dem Andrang in Recklinghausen überwältigt. Und um noch mehr Aufmerksamkeit zu erregen, haben die Schülerinnen und Schüler aus Haltern Plakate mit unterschiedlichen Sprüchen gebastelt, die aus alten Pappkartons oder alter Raufasertapete bestanden und nach der Demonstration nicht einfach weggeworfen wurden. Die Schüler kündigten an, dass, wenn sich nichts ändern würde in der Politik, sie auch weiter auf die Straße gehen, um gegen den Klimawandel zu demonstrieren.

So hielt eine Schülerin nochmals ihr Schild hoch, auf dem stand „We will go 2 school, if you keep the climate cool“, was auf Deutsch so viel heißt wie „Wir bleiben in der Schule, wenn ihr das Klima kühl haltet“. Dabei sei es ihnen egal, ob sie in Köln, Münster oder Recklinghausen auf die Straße gehen, solange sie das Ziel mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen können und wieder eine Vielzahl von Schülerinnen und Schüler aus Haltern an den Demonstrationen teilnehmen.

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