80 Bürger informierten sich über den Bürgerbus

Begeisterung steckt an

Das Projekt Bürgerbus nimmt Fahrt auf. Nach einer Infoveranstaltung haben sich bereits 45 Halterner als potenzielle Vereinsmitglider des noch zu gründenden Bürgerbusvereins eingetragen. Vielleicht rollen schon bald die Busse zwischen Sythen und Lavesum, Hullern und Flaesheim oder Stadtmitte und Saarsiedlung.

HALTERN

, 23.10.2015, 14:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
80 Bürger informierten sich über den Bürgerbus

Zahlreiche Besucher informierten sich über die Bürgerbusse aus Olfen (im Bild) und aus Lüdinghausen.

„Ich möchte Sie mit meiner Begeisterung für die Idee eines Bürgerbusses anstecken“, sagte Sigrid Geipel vom Seniorenbeirat auf der Veranstaltung. Der Funke sprang über:  80 Interessenten hatten sich im alten Rathaus eingefunden. Zuvor konnten sie auf dem Markt zwei Bürgerbusse besichtigen, die die Vereine aus Lüdinghausen und Olfen vorstellten. Es kommen unterschiedliche Kastenwagen zum Einsatz, die als Kleinbusse umgebaut sind, mit tiefem Einstieg und acht Sitzplätzen für die Fahrgäste.

Preiswertes Angebot

„Einen Bürgerbus können wir in Haltern gut gebrauchen“, findet der technische Beigeordnete der Stadt Wolfgang Kiski. Bessere Vernetzung und ein preiswertes Angebot für Jung und Alt seien die großen Chancen, die in einem Bürgerbus-Konzept stecken. Die Realisierung wäre in das Projekt „Bewegtes Land“ der Regionale 2016 eingebunden. In Haltern würde die Vestische als professioneller „Pate“ behilflich sein. Auch für das Unternehmen wäre der Halterner Bürgerbus eine Premiere. Michael Klüppels von der Regionalverkehr Münsterland GmbH, die bereits 14 Bürgerbuslinien betreut, informierte über die Eckdaten des Zusammenspiels von Kommune, Verkehrsbetetrieb und dem Bürgerbusverein.

Ein Glücksfall

Vertreter der Vereine aus Lüdinghausen und Olfen stellten ihre Konzepte vor: In Lüdinghausen fährt der Bus im Linienverkehr, in Olfen auf telefonische Anforderung. „Ein Bürgerbus ist ein Glücksfall für eine Kommune“, brachte es Prof. Norbert Lütke-Entrup, der Vorsitzende des Lüdinghausener Vereins, auf den Punkt. „Bürgerbusse sind Orte der Kommunikation“, ergänzte Manfred Kostrewa aus Olfen. „Die Fahrer haben oft einen guten Kontakt zu den Stammfahrgästen, man kommt schnell mit einander ins Gespräch.“

Viele Bürger trugen sich noch am Abend in die Liste zur Vereinsgründung ein, so auch Werner Mohr: „Ich fahre zurzeit in Hamminkeln einen Bürgerbus, ziehe aber bald nach Haltern. Das würde ich hier gern weiter machen“. Anfang November werden Stadt und Seniorenbeirat zur Gründungsversammlung für den Bürgerbusverein einladen. Die Stadt muss in einem Ratsbeschluss die Übernahme möglicher Kosten zusichern. Eine Planungsgruppe wird dann den Verkehrsplan ausarbeiten. 

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