Abschied von der Hauptschule

HALTERN Mit einem Festakt verabschiedete die Joseph-Hennewig-Schule gestern ihre Absolventen. Die Schulabgänger hatten sich wochenlang vorbereitet und boten ihren Familien und Lehrern einen kreativen und teils tränenreichen Abschied.

11.06.2008, 16:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
124 Absolventen der Joseph-Hennewig-Schule feierten gestern mit ihren Eltern und Lehrern die Zeugnisvergabe. Für sie hatten die ehemaligen Zehntklässler ein vielseitiges Programm eingeprobt.

124 Absolventen der Joseph-Hennewig-Schule feierten gestern mit ihren Eltern und Lehrern die Zeugnisvergabe. Für sie hatten die ehemaligen Zehntklässler ein vielseitiges Programm eingeprobt.

124 Jugendliche verließen gestern die Turnhalle, die als Festsaal fungierte, als ehemalige Schüler. 16 von ihnen erhielten ihren Hauptschulabschluss nach Klasse neun, 81 jenen nach Klasse zehn, 21 bekamen die Fachoberschulreife, von denen acht die Qualifikation erreichten. Die Absolventen haben sich vieles einfallen lassen, um den Abend vielseitig zu gestalten, sie kamen als Horst Schlämmer, Edmund Stoiber oder Udo Lindenberg auf die Bühne, sangen, erzählten Anekdoten, die besonders die Lehrer zum Schmunzeln brachten.  Auch Mitschüler aus anderen Jahrgangsstufen verabschiedeten sich von den bisherigen Zehntklässlern. Einige Schüler der Klasse 6c sangen ein selbst geschriebenes Lied. Außerdem richteten die Klassensprecher der Zehner Worte an ihre Lehrer und bedankten sich bei jedem einzelnen für sein Engagement.

Betriebe schätzen Hauptschüler

„Die Türen öffnen“, so lautete das Motto der Schulabgänger in diesem Jahr. Und so schickte Schulleiterin Dagmar Perret ihre ehemaligen Schützlinge mit metaphorischen Wünschen auf den Weg, all ihre Kräfte einzusetzen, um sich selbst die Türen ins weitere Leben zu öffnen. Gekommen waren auch Bürgermeister Bodo Klimpel und Landtagsabgeordneter Josef Hovenjürgen, der selbst ehemaliger Schüler der Joseph-Hennewig-Schule ist. „Endlich habt Ihr die Möglichkeit, Eure Fähigkeiten unter Beweis zu stellen“, appellierte er an die Jugendlichen. Er empfahl ihnen, kein „Leben von der Stange zu führen, sondern auch mal gegen den Strom zu schwimmen.“ In Haltern schätzten die Betriebe Hauptschüler sehr, so Hovenjürgen.Schließlich verteilten die Lehrer die Abschlusszeugnisse, bevor es zur großen Feier ins Hotel Seehof ging.

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